Optimune
01 · Profil
Über Optimune
Anbieter und regulatorischer Status
optimune wird von der GAIA AG aus Hamburg entwickelt, einem auf evidenzbasierte digitale Therapietools spezialisierten Unternehmen. Laut BfArM-DiGA-Verzeichnis (DiGA-ID 01613) wurde die Anwendung am 14. Juli 2022 provisorisch aufgenommen. Sie richtet sich an Brustkrebs-Patientinnen nach abgeschlossener Erstbehandlung, die mindestens 18 Jahre alt sind und unter psychischen Belastungen leiden. Die Verordnung erfolgt durch Ärzte oder Psychotherapeutinnen; die Kosten werden vollständig von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Laut PTAheute waren optimune und Pink! Coach die ersten DiGAs in Deutschland, die spezifisch für Brustkrebs-Patientinnen zugelassen wurden.
Therapeutischer Ansatz und Studienlage
optimune nutzt Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), ergänzt durch Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie – der Forschung zu Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem und Immunsystem. In einer klinischen Studie von Holtdirk et al. (2021) zeigte die Anwendung nach zwölf Wochen eine signifikant stärkere Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich zur Standardversorgung allein. Dieser Wirksamkeitsnachweis war die Grundlage für die provisorische BfArM-Aufnahme. Im BfArM-DiGA-Verzeichnis sind nach aktuellem Stand rund 28 DiGA für psychische und verhaltensbezogene Erkrankungen gelistet; optimune gehört zu den wenigen spezifisch onkologisch ausgerichteten.
Praktische Nutzung und Zugang
Um optimune zu erhalten, sprechen Patientinnen ihren Arzt oder ihre Psychotherapeutin auf eine DiGA-Verordnung an. Nach Ausstellung des Rezepts beantragen sie bei der gesetzlichen Krankenkasse einen Freischaltcode. Dieser ermöglicht den Zugang zur Webanwendung für 90 Tage. optimune ist als Webanwendung konzipiert und browserbasiert nutzbar, ohne App-Installation. Im Unterschied zu breiter angelegten DiGA wie HelloBetter Stress oder Velibra adressiert optimune eine präzise Zielgruppe: Brustkrebs-Patientinnen in der Nachsorgephase. Die Nutzung ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, sondern ergänzt die bestehende Versorgung strukturiert und wissenschaftlich geprüft. Für Patientinnen, die nach der Primärtherapie psychische Unterstützung suchen, stellt der niedrigschwellige Zugang über eine GKV-Verordnung einen relevanten Versorgungsbaustein dar. Die GAIA AG, Entwickler von optimune, hat weitere evidenzbasierte digitale Therapieprogramme im Portfolio, darunter Produkte für andere onkologische Indikationen. Das unterstreicht eine spezifische Expertise im Bereich psychischer Nachsorge bei schweren Erkrankungen. Für Patientinnen, die nach der Primärtherapie psychische Unterstützung suchen, stellt optimune einen niedrigschwelligen, kassenfinanzierten Ergänzungsbaustein dar.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Optimune sind Menschen, die unter chronischem Stress leiden und nach natürlichen Lösungen suchen, um ihr Wohlbefinden zu verbessern. Dies können Berufstätige sein, die einen hohen Arbeitsdruck haben, oder Personen, die in ihrem Alltag ständigem Stress ausgesetzt sind. Darüber hinaus könnte Optimune auch für Personen von Interesse sein, die an Schlafstörungen leiden oder ihre allgemeine Gesundheit und Immunität verbessern möchten. Es ist auch wahrscheinlich, dass diese Zielgruppe ein Interesse an Wellness und Selbstpflege hat und offen für alternative Gesundheitslösungen ist.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Als DiGA (BfArM-ID 01613) vollständig von gesetzlichen Krankenkassen erstattbar. Verordnung durch Arzt oder Psychotherapeuten erforderlich.
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu Optimune
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
optimune richtet sich an Brustkrebs-Patientinnen ab 18 Jahren, die ihre Erstbehandlung abgeschlossen haben und unter psychischen Belastungen wie Erschöpfung oder Rückfallangst leiden. Die Verordnung erfolgt durch Arzt oder Psychotherapeutin.
Ja. Als DiGA (BfArM-ID 01613) ist optimune vollständig GKV-erstattungsfähig. Nach ärztlicher Verordnung beantragen Patientinnen einen Freischaltcode bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse.
Die Verordnung deckt einen 90-tägigen Nutzungszeitraum ab. optimune ist als Webanwendung verfügbar – eine App-Installation ist nicht erforderlich.
optimune basiert auf kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) und Erkenntnissen der Psychoneuroimmunologie. Laut einer klinischen Studie von Holtdirk et al. (2021) verbesserte die Anwendung die Lebensqualität nach zwölf Wochen signifikant gegenüber Standardversorgung.
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