Moio

Pflegerische Überwachung bedeutete lange entweder Sichtkontrolle durch Personal oder klobige Geräte, die Pflegebedürftige stigmatisieren. moio.care, ein deutsches MedTech-Startup, hat mit seinem Körpersensor-System einen anderen Weg gewählt: ein flaches, leichtes Pflastersystem, das rund um die Uhr getragen werden kann – auch unter der Kleidung, beim Schlafen und Duschen.

01 · Profil

Über Moio

Der moio-Sensor: Form eines Pflasters, Funktion eines Monitors

Das Kernelement des moio.care-Systems ist ein kleines Sensormodul, das mit einem elastischen Pflaster auf dem Rücken befestigt wird. Es erfasst laut Unternehmensangaben kontinuierlich Lage- und Bewegungsdaten und erkennt dabei Stürze, lang andauernde Inaktivität sowie Dekubitusrisiken durch fehlende Positionswechsel. Laut PPZ Nürnberg, dem Pflegepraxiszentrum der Technischen Hochschule Nürnberg, das das System evaluiert hat, ist der Sensor so leicht und flach gestaltet, dass er beim Schlafen und Duschen getragen werden kann, ohne den Tragekomfort zu beeinträchtigen.

Ein wichtiges Merkmal ist die Körperkontakt-basierte Messung: Im Gegensatz zu raumbasierten Sensoren wie nevisCura (nevisQ) folgt moio dem Patienten durch das gesamte Gebäude – relevant bei Bewohnern, die eigenständig und außerhalb ihres Zimmers aktiv sind.

Sturzalarm, Lagetracking und Dekubitusschutz

Laut medica.de, der internationalen Fachmesse für Medizintechnik, übermittelt der moio-Sensor bei Sturzerkennung innerhalb von Sekunden einen Alarm an die Pflegesoftware oder das Pflegepersonal. Das System erkennt auch, wenn ein Bewohner einen definierten Bereich verlässt – etwa Bewohner mit Demenz, die desorientiert das Gebäude verlassen könnten. Zusätzlich registriert der Sensor laut diakoneo.de, ob vorgeschriebene Lageänderungen zur Dekubitusprophylaxe eingehalten werden, und schlägt bei Versäumnissen Alarm.

Entwicklungsstand und Marktpositionierung

Das System befindet sich laut Unternehmensangaben noch in der Marktentwicklungsphase und erfordert weitere technische Entwicklung sowie regulatorische Zulassungsschritte. Im Vergleich zu kamerabasierten Systemen vermeidet moio datenschutzrechtlich problematische Videoaufzeichnungen; gegenüber Matratzen- oder Bettsensoren ist moio nicht auf den Liegebereich beschränkt. Für Pflegeeinrichtungen, die eine körpernahe, mobile Überwachungslösung suchen, bietet moio einen klar differenzierten Ansatz gegenüber raumbasierten Alternativen.

Häufige Fragen zu moio

Wie funktioniert der moio-Sensor? Ein kleines Sensormodul wird mit einem elastischen Pflaster auf dem Rücken befestigt und erfasst kontinuierlich Lage- und Bewegungsdaten.

Kann moio auch beim Duschen getragen werden? Laut Unternehmensangaben ist das Sensorpflaster so konzipiert, dass es auch beim Schlafen und Duschen getragen werden kann.

Wofür wird moio eingesetzt? Für Sturzerkennung, Lagetracking, Dekubitusprophylaxe und Standortbestimmung – stationär und häuslich.

Wie unterscheidet sich moio von raumbasierten Sensoren? moio folgt dem Patienten durch das gesamte Gebäude, während Raumsensoren wie nevisCura auf den jeweiligen Raum begrenzt sind.

In welchem Stadium befindet sich moio? Laut Unternehmensangaben noch in der Zulassungsphase; Praxistests wurden am PPZ Nürnberg durchgeführt.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe für Moio sind vor allem Pflegekräfte und Angehörige von Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung Unterstützung im Alltag benötigen. Darüber hinaus könnten auch medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime und Reha-Zentren von diesem Service profitieren. Die potenziellen Nutzer sind also Personen, die sich um das Wohlergehen anderer kümmern und nach effizienten Lösungen suchen, um ihre Betreuungsaufgaben zu erleichtern.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Moio

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Ein kleines Sensormodul wird mit einem elastischen Pflaster auf dem Rücken befestigt und erfasst kontinuierlich Lage- und Bewegungsdaten zur Sturzerkennung und Dekubitusüberwachung.

Laut Unternehmensangaben ist das Sensorpflaster so konzipiert, dass es beim Schlafen und Duschen getragen werden kann.

Für Sturzerkennung, Lagetracking, Dekubitusprophylaxe und Standortbestimmung – sowohl stationär als auch im häuslichen Umfeld.

moio folgt dem Patienten durch das gesamte Gebäude; raumbasierte Sensoren wie nevisQ sind dagegen auf einzelne Zimmer begrenzt.

Laut Unternehmensangaben in der Marktentwicklungs- und Zulassungsphase; Praxistests wurden am PPZ Nürnberg durchgeführt.

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