Meliodays

Primäre Dysmenorrhoe – Menstruationsschmerzen ohne organische Grunderkrankung – betrifft laut einer in der Zeitschrift der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) veröffentlichten Analyse rund 45 bis 95 Prozent aller menstruierenden Personen. Trotz dieser außerordentlichen Häufigkeit ist die Therapie oft auf systemische Schmerzmittel wie Ibuprofen oder auf hormonelle Verhütungsmittel beschränkt – beides mit unerwünschten Nebenwirkungen für einen erheblichen Teil der Betroffenen. Das Münchner Startup Meliodays Medical entwickelt eine neue Therapiekategorie: ein hormonfreies Intrauterinpessar speziell gegen Menstruationsschmerzen.

01 · Profil

Über Meliodays

MelioOne: Lokale Schmerztherapie ohne Hormone

Das Hauptprodukt MelioOne ist ein Intrauterinpessar, das im Unterschied zu hormonellen Spiralen wie Mirena keinerlei Hormone freisetzt. Stattdessen nutzt MelioOne eine Polymertechnologie, die eine geringe Menge eines Schmerzmedikaments direkt in der Gebärmutter abgibt. Das Ziel ist eine lokale Schmerzlinderung an der Ursache ohne systemische Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Libidoverlust oder Gewichtsveränderungen. MelioOne befand sich Mitte 2025 in der präklinischen Entwicklung – klinische Zulassung und CE-Kennzeichnung stehen noch aus.

Gründungsteam und Finanzierung

Das Unternehmen wurde von Simone Sabbione gemeinsam mit ihrem Bruder Benjamin, einem Gynäkologen, und ihrem Mann Martin, einem erfahrenen Gründer mit zwei vorherigen Unternehmen, gegründet. Im März 2025 schloss Meliodays Medical eine überzeichnete Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 800.000 Euro ab, laut BioM München ein starkes Signal für das Stadium der präklinischen Entwicklung. Leadinvestor ist Capacura, beteiligt sind außerdem FS Life Science Investment und Business Angels mit Healthcare-Fokus. Im Juli 2025 folgte laut biosaxony.com eine Kooperationsvereinbarung mit dem US-Spezialchemiekonzern Celanese Corporation für die gemeinsame präklinische Entwicklung von MelioOne. Celanese liefert das Polymer-Trägermaterial für das Drug-Delivery-System.

Einordnung und Marktpotenzial

Im Vergleich zu hormonfreien Kupferspiralen wie Mona Lisa oder IUB Ballerine bietet MelioOne einen pharmakologischen Wirkmechanismus gegen Dysmenorrhoe statt rein mechanischer Verhütungswirkung. Im Vergleich zu systemischen Analgetika wie Ibuprofen zielt MelioOne auf eine lokale Wirkung ohne Magenbelastung oder systemische Resorption. Laut einer Erhebung des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) suchen viele betroffene Frauen nach Alternativen zu hormonellen Präparaten – ein struktureller Marktbedarf, dem bislang wenige spezialisierte Produkte begegnen. Das Meliodays-Konzept adressiert diesen Bedarf mit einem Drug-Delivery-Ansatz, der in der Frauengesundheit bislang kaum verfolgt wird.

MelioOne und Entwicklungsstand

MelioOne ist ein intrauterines Pessimum (IUP), das einen Wirkstoff lokal in der Gebärmutter freisetzt – ohne Hormone, ohne systemische Wirkung. Laut Unternehmensangaben besitzt das Gerät keine kontrazeptive Wirkung. Meliodays entwickelt es in Kooperation mit der Celanese Corporation (biosaxony.com, 2025). Eine Pre-Seed-Finanzierung über 800.000 Euro wurde 2025 laut BioM München abgeschlossen. Klinische Studien und die CE-Kennzeichnung als Klasse-III-Medizinprodukt stehen noch aus; das Produkt ist noch nicht erhältlich.

Zielgruppe

MelioOne richtet sich an Frauen mit primärer Dysmenorrhoe, die hormonfreie Therapieoptionen suchen. Interessierte können sich auf meliodays.com vormerken lassen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Meliodays sind menstruierende Menschen, die unter Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) oder Adenomyose leiden. Dies umfasst Frauen und Mädchen im reproduktiven Alter, die nach einer effektiven, langfristigen Schmerzmanagementlösung ohne systemische Nebenwirkungen suchen.

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