Libati

Wer mit einer chronischen Erkrankung lebt, weiß: Spontane Ausflüge in unbekannte Restaurants, Hotels oder Cafés bedeuten häufig Unsicherheit. Gibt es barrierefreien Zugang? Werden glutenfreie Gerichte angeboten? Ist die nächste Toilette erreichbar? Das Münchener Start-up Libati hat genau diese Wissenslücke zum Ausgangspunkt einer App gemacht. Nutzer können Orte nach ihren persönlichen Gesundheits-Bedürfnissen suchen, bewerten und von den Erfahrungen anderer Betroffener profitieren – ohne selbst in unbekannte Situationen geraten zu müssen.

01 · Profil

Über Libati

Personalisiertes Ampel-System für die Ortssuche

Nach dem Herunterladen geben Nutzer an, welche chronische Erkrankung oder Erkrankungen sie betreffen, und definieren individuelle Auslöser, sogenannte Trigger-Faktoren. Auf einer Karte erscheinen nahegelegene Restaurants, Cafés, Hotels und andere Locations in einem Ampel-Farbsystem: Grün markiert Orte, die zu den angegebenen Präferenzen passen; Rot signalisiert mögliche Unverträglichkeiten; Gelb steht für bedingt geeignete Orte. Alle Bewertungen stammen von Nutzern mit derselben Erkrankung oder denselben Triggern – was die Informationen verlässlicher macht als allgemeine Bewertungsplattformen.

Die Granularität ist das Alleinstellungsmerkmal: Nutzer hinterlegen nicht nur eine Diagnose, sondern auch spezifische Symptom-Auslöser. Laut Startupvalley News deckt die App ein breites Spektrum ab – von Nahrungsmittelallergien über Mobilitätseinschränkungen bis hin zu psychischen Erkrankungen. Die Anpassbarkeit ermöglicht es, dass zwei Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungsverläufen denselben Ort verschieden bewertet sehen. Ergänzend hat Libati ein Hygiene-Feature integriert, mit dem Orte auf Hygienestandards bewertet werden können. Die App ist seit August 2021 kostenlos im Apple App Store (App-ID 1576094260) und im Google Play Store (andro.libati.app) verfügbar.

Entstehung an der FAU Erlangen-Nürnberg

Laut HOCHSPRUNG, dem Entrepreneurship-Netzwerk der bayerischen Hochschulen, entstand die Idee im Rahmen der Digital Tech Academy (DTA) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – einem zweisemestrigen Programm, das Studierende von der Ideenentwicklung bis zum fertigen Prototyp und Business Plan begleitet. Gründerin und CEO Katrin Leuders, Absolventin des Masters in International Business an der FAU, und Mitgründerin Dorothee Ritthaler (COO, Bachelor Maschinenbau und Medizinstudium) entwickelten die Idee dort mit einem fünfköpfigen Team weiter.

Im FAU-Startup-Wettbewerb "FAU Sandbox" gewann das Team 2019 ein Preisgeld, das die ersten Entwicklungsschritte finanzierte, berichtete HOCHSPRUNG. Die FAU beschrieb Libati laut ihrem Wirtschaftswissenschaftlichen Blog als "TripAdvisor für chronisch Erkrankte". Laut Angaben der Libati-Website leidet jeder zweite Mensch in Deutschland an einer chronischen Erkrankung; bestehende Barrierefreiheits-Apps deckten bisher nur Mobilitätseinschränkungen ab. Das Unternehmen ist als Libati GbR in München eingetragen. Das Netzwerk umfasst laut Impressum institutionelle Kooperationen mit SEND e.V., der FAU-Sandbox und dem regionalen Start-up-Ökosystem in Nürnberg.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Libati sind Menschen mit chronischen Krankheiten in Deutschland. Die App richtet sich an Personen, die trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen aktiv am sozialen Leben teilnehmen und neue Orte entdecken möchten. Sie bietet eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Bewertungen unter Gleichgesinnten, was insbesondere für Menschen mit spezifischen gesundheitlichen Bedürfnissen von großem Nutzen ist.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kostenstruktur von Libati ist auf der Webseite nicht explizit angegeben. Es ist unklar, ob die App kostenlos ist oder ob es kostenpflichtige Premium-Funktionen gibt. Weitere Informationen zur Preisgestaltung könnten im App Store oder auf der Webseite zu finden sein.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Libati

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Nutzer legen zunächst ihre chronische Erkrankung und individuelle Trigger-Faktoren fest. Anschließend zeigt die App eine Karte mit nahegelegenen Restaurants, Cafés und Hotels in einem Ampel-System: Grün steht für geeignete Orte, Rot für potenziell ungeeignete. Alle Bewertungen stammen von Nutzern mit derselben Erkrankung.

Libati richtet sich an Menschen mit chronischen Erkrankungen – von Nahrungsmittelallergien und Mobilitätseinschränkungen bis hin zu psychischen Erkrankungen. Die App ist bewusst breit ausgelegt, weil jede Erkrankung eigene Bedürfnisse mit sich bringt.

Die App ist für Nutzer kostenlos. Sie ist seit August 2021 im Apple App Store und im Google Play Store verfügbar. Das Geschäftsmodell des Unternehmens basiert auf B2B-Partnerschaften mit Hotels, Restaurants und anderen Locations der Plattform.

Libati ist für iOS (Apple App Store, App-ID 1576094260) und Android (Google Play Store, andro.libati.app) verfügbar. Eine Desktop-Version existiert nicht; die App ist ausschließlich als mobile Anwendung konzipiert.

Libati wurde von einem fünfköpfigen Team um CEO Katrin Leuders und COO Dorothee Ritthaler gegründet. Die Idee entstand in der Digital Tech Academy der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Das Unternehmen ist als Libati GbR in München eingetragen.

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