Lene Health
01 · Profil
Über Lene Health
Das Hannoveraner Unternehmen wurde 2022 von Florian Kramer und Kirsten Hollstein gegründet. Laut Tracxn zählt Lene Health zu den aktiven Frühphasen-Startups im deutschen Segment für betriebliche Mental-Health-Lösungen. Den HR-Tech-Investor Allygatr überzeugte das Konzept bereits im November 2022 – wie das Startup-Portal Startbase berichtete. Der investierte Betrag wurde nicht öffentlich kommuniziert. Die Gesellschaft firmiert als Lene Health UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Hannover.
Wie die Plattform funktioniert
Mitarbeitende erfassen ihre individuelle Belastungssituation über einen wissenschaftlich fundierten Online-Fragebogen. Die Auswertung erfolgt DSGVO-konform auf aggregierter Teamebene: Führungskräfte erhalten eine Übersicht der häufigsten Stressfaktoren in ihrer Abteilung sowie konkrete Handlungsempfehlungen, ohne auf individuelle Antworten einzelner Personen zugreifen zu können. Parallel bekommt jede teilnehmende Person ein auf ihre Antworten zugeschnittenes persönliches Unterstützungspaket mit Maßnahmen zur Erhaltung der eigenen mentalen Gesundheit. Laut Unternehmensangaben wird der gesamte Dokumentationsprozess auf die rechtlichen Anforderungen des ArbSchG ausgerichtet, sodass die Beurteilung revisionssicher archiviert werden kann.
Die Plattform ist webbasiert unter lene-app.de zugänglich. Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das Angebot vor allem an mittelständische und größere Betriebe in Deutschland, die den Pflichtprozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung ohne externen Berater digital abbilden möchten. Der Zugang für Mitarbeitende erfolgt ausschließlich über den jeweiligen Arbeitgeber, nicht über einen öffentlichen Direktzugang.
Einordnung im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Lene Health positioniert sich im Schnittpunkt von HR-Technologie und betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM). Da die psychische Gefährdungsbeurteilung in deutschen Unternehmen trotz gesetzlicher Pflicht häufig ausbleibt oder manuell und aufwendig umgesetzt wird – ein Problem, das Arbeitsschutzbehörden regelmäßig beanstanden –, adressiert Lene Health eine dokumentierte Compliance-Lücke. Laut Unternehmenswebsite profitieren Arbeitgeber neben der Rechtssicherheit von messbaren Effekten wie geringerem Krankenstand, höherer Mitarbeiterbindung und gesteigerter Attraktivität als Arbeitgeber, insbesondere bei der Generation Z. Das Produkt konkurriert mit klassischen BGM-Beratungsanbietern sowie anderen SaaS-Lösungen für betriebliches Gesundheitsmanagement wie Humanoo oder Boiron Health. Unabhängige Wirksamkeitsstudien zu den behaupteten Effekten hat das Unternehmen bisher nicht veröffentlicht.
Lene Health vertreibt seine Plattform als B2B-SaaS-Lizenz direkt an Unternehmen und Personalabteilungen. Eine externe Beratung ist nach Unternehmensangaben nicht erforderlich – der gesamte Dokumentations- und Auswertungsprozess ist für HR-Teams ohne technisches Vorwissen ausgelegt. Das Angebot ist in Deutschland verfügbar; ein App-Zugang für Endverbraucher außerhalb eines Arbeitgeberkontexts besteht nicht.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Lene Health sind hauptsächlich medizinische Fachleute, darunter Ärzte und Krankenschwestern, die eine effiziente Methode zur Verwaltung und Analyse von Patientendaten suchen. Darüber hinaus könnten auch Gesundheitsorganisationen und Krankenhäuser, die nach einer Lösung zur Verbesserung ihrer Patientenversorgung suchen, von diesem Service profitieren. Es könnte auch für medizinische Forscher von Interesse sein, die auf der Suche nach einer Plattform sind, um gesundheitsbezogene Daten zu sammeln und zu analysieren.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Lene Health
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Die Plattform erfasst laut Unternehmensangaben typische Stressfaktoren aus dem Arbeitsumfeld, darunter Zeitdruck, Unterforderung, Führungsqualität, soziale Konflikte und Arbeitsorganisation. Die Erhebung orientiert sich an den Anforderungen des deutschen Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG § 5).
Laut Unternehmensangaben richtet sich Lene Health vor allem an mittelständische und größere Betriebe in Deutschland, die den gesetzlich vorgeschriebenen Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung digital und datenschutzkonform umsetzen möchten.
Ja. Jede teilnehmende Person erhält ein individuelles Rückmeldeprofil mit konkreten Handlungsempfehlungen. Auswertungen auf Teamebene werden nur in aggregierter Form an das Unternehmen weitergegeben, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.
Nein. Der Zugang zur Plattform erfolgt ausschließlich über den Arbeitgeber. Eine direkte Anmeldung durch Einzelpersonen ohne Unternehmenskontext ist nicht vorgesehen.
Lene Health wurde 2022 in Hannover von Florian Kramer und Kirsten Hollstein gegründet. Laut Startbase investierte der HR-Tech-Fonds Allygatr bereits im November 2022 in das Unternehmen.
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