KRY/Livi

Videosprechstunden in unter zehn Minuten, mit einem lizenzierten Arzt, auf dem Smartphone – dieses Versprechen hat KRY als eines der ersten Unternehmen in Europa eingelöst. Die schwedische Telemedizin-Plattform wurde 2014 in Stockholm gegründet und operiert heute in fünf Ländern unter zwei Marken: KRY in Schweden, Norwegen und Deutschland, Livi in Großbritannien und Frankreich.

01 · Profil

Über KRY/Livi

Für wen ist es gedacht

Laut einer Auswertung von Sacra (2024) haben seit Gründung mehr als sieben Millionen Patientinnen und Patienten eine Konsultation über KRY oder Livi genutzt. Das Angebot richtet sich an Erwachsene, die hausärztliche Beratung ohne lange Wartezeit suchen – bei Atemwegsinfekten, Hautproblemen, Schlafstörungen oder psychischen Beschwerden. In Schweden und Norwegen ist die Plattform eng in das öffentliche Gesundheitssystem integriert und wird von Krankenkassen teilerstattet, was zu einer besonders hohen Marktdurchdringung in diesen Ländern beigetragen hat.

Das Geschäftsmodell von KRY

KRY finanziert sich über Nutzerzahlungen, Versicherer-Kooperationen und in einzelnen Märkten über Verträge mit staatlichen Gesundheitsbehörden. Laut Crunchbase hat das Unternehmen insgesamt rund 516 Millionen Euro von Investoren eingesammelt, darunter Accel, Index Ventures, Creandum und Project A Ventures, bei einer zuletzt auf zwei Milliarden US-Dollar geschätzten Bewertung. Im ersten Quartal 2024 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 55 Millionen Euro – ein Wachstum von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (KRY, 2024), wie KRY berichtete. Auf Marktebene waren alle KRY-Märkte zum Ende des Geschäftsjahres 2023 EBITDA-positiv.

Wie funktioniert's

Nutzerinnen und Nutzer beschreiben ihre Symptome in der App oder über die Website und werden dann per Video mit einem zugelassenen Arzt oder einer Ärztin verbunden. Wartezeiten liegen nach Unternehmensangaben häufig im einstelligen Minutenbereich. Je nach Markt können im Anschluss Rezepte digital ausgestellt, Überweisungen vorgenommen oder Bluttests nach Hause angeordnet werden. KRY-Ärzte sind in ihrem jeweiligen Land lokal approbiert und unterliegen den nationalen Telemedizin-Regelungen sowie der DSGVO.

Im Vergleich zu Alternativen

Im deutschen Telemedizin-Markt konkurriert KRY mit TeleClinic, Doctolib und anderen Videosprechstunden-Diensten. KRYs Stärke liegt in der pan-europäischen Reichweite mit einem einheitlichen Technologiestack und der langjährigen Integration in skandinavische Gesundheitsstrukturen. In Deutschland ist Telemedizin bislang nicht flächendeckend über die GKV erstattungsfähig, was die Marktdurchdringung im Vergleich zu den Heimatmärkten begrenzt. Nutzerinnen und Nutzer können über kry.de oder die iOS- und Android-App auf den Dienst zugreifen und erhalten nach der Konsultation auf Wunsch eine digitale Zusammenfassung, die sie ihrem Hausarzt oder ihrer Krankenkasse vorlegen können. Die App ist für iOS und Android verfügbar; alle konsultierten Ärztinnen und Ärzte sind in ihrem jeweiligen Markt lokal approbiert.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe für den Service von KRY/Livi sind hauptsächlich Personen, die eine flexible und bequeme medizinische Versorgung benötigen. Dies kann Personen einschließen, die aufgrund von Arbeit, Familie oder anderen Verpflichtungen zeitlich eingeschränkt sind und daher den Komfort einer Online-Konsultation schätzen. Darüber hinaus könnte der Service auch für Personen attraktiv sein, die in abgelegenen Gebieten leben, wo der Zugang zu medizinischen Einrichtungen begrenzt sein könnte. Schließlich könnte der Service auch für ältere Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität von Vorteil sein, die Schwierigkeiten haben könnten, persönlich einen Arzt aufzusuchen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten für KRY/Livi variieren je nach Dienstleistung. Einige Dienste können kostenlos sein, während andere eine Gebühr erheben können. Es ist ratsam, ihre Preisliste auf ihrer Website zu überprüfen, um genaue Informationen zu erhalten.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu KRY/Livi

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

In Deutschland ist KRY ein privat zu zahlender Dienst; eine reguläre GKV-Erstattung besteht derzeit nicht. In Schweden und Norwegen ist KRY eng in das öffentliche System integriert und wird dort von Krankenkassen teilerstattet.

Nach Unternehmensangaben liegt die Wartezeit auf einen Arzt häufig im einstelligen Minutenbereich. Die Sprechstundendauer variiert je nach Anliegen und entspricht einer regulären hausärztlichen Konsultation.

KRY deckt häufige hausärztliche Anliegen wie Atemwegsinfekte, Hautveränderungen, Schlafstörungen und leichtere psychische Beschwerden ab. Notfälle und Beschwerden, die zwingend eine körperliche Untersuchung erfordern, sind nicht geeignet.

Ja, in Deutschland approbierte KRY-Ärztinnen und -Ärzte können privatärztliche Rezepte digital ausstellen, sofern dies medizinisch und rechtlich vertretbar ist. GKV-Kassenrezepte sind für die meisten Leistungen nicht möglich.

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