HospiChef

Im deutschen Krankenhauswesen werden täglich Millionen Mahlzeiten für Patientinnen und Patienten bestellt – meist noch per Papierformular oder über manuell erfasste Bestellrunden. HospiChef ist ein Münchner Startup, das diesen Prozess digitalisiert: Das browserbasierte Menübestellsystem richtet sich an Akutkrankenhäuser, Rehabilitationskliniken und Pflegeeinrichtungen.

01 · Profil

Über HospiChef

Wie funktioniert's

Patientinnen und Patienten bestellen ihre Mahlzeiten über Smartphone, Tablet oder fest installierte Terminalgeräte auf der Station. Die Software berücksichtigt dabei automatisch individuelle Diätvorschriften und medizinisch bedingte Ernährungspläne – ein Schritt, der laut Hersteller bislang manuell und fehleranfällig war. Die Küchenplanung profitiert von KI-gestützten Produktionsprognosen, die auf historischen Bestelldaten, Belegungszahlen und externen Faktoren basieren. Laut Unternehmensangaben kann das System den Speisenverschwendungsanteil in Kliniken um bis zu 60 Prozent reduzieren.

Markteinführung und Partnerschaften

Seit Januar 2025 ist HospiChef in den ersten Pilotkliniken aktiv. Seit Juli 2023 besteht eine gemeinsame Lösung mit BEWATEC ConnectedCare GmbH, die Krankenhäuser im Bereich digitaler Patientenkommunikation versorgt. Im Jahr 2024 wurde eine Partnerschaft mit Apleona Infra Services geschlossen, einem der größten Krankenhausserviceanbieter Deutschlands. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Unternehmen als Good-Practice-Beispiel für nachhaltige Digitalisierung in Gesundheitseinrichtungen.

Im Vergleich zu Alternativen

Digitale Menübestellsysteme sind in Deutschland noch wenig verbreitet – nach Schätzungen aus der Fachpresse nutzen weniger als 20 Prozent der deutschen Krankenhäuser vollständig digitale Patientenverpflegungslösungen. Anbieter wie Mahlzeit! oder MealManager addressieren ähnliche Prozesse, setzen aber teils auf proprietäre Hardware statt browserbasierte Lösungen. Der Vorteil von HospiChef liegt laut Anbieterpräsentation in der Integrationsfähigkeit mit bestehenden Krankenhausinformationssystemen sowie in der kombinierten Entlastungswirkung: Manuelle Bestellrunden dauern nach Eigenangaben des Herstellers im Schnitt drei Minuten pro Patient und Tag – bei 200 Betten summiert sich das auf eine halbe Vollzeitstelle pro Tag.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von HospiChef sind hauptsächlich Krankenhäuser und Kliniken, die ihre Speisenversorgung modernisieren und optimieren möchten. Dazu gehören sowohl das Management als auch das Servicepersonal, die Küche und die Patienten. Besonders profitieren Einrichtungen, die Wert auf Nachhaltigkeit, Effizienz und Patientenzufriedenheit legen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

HospiChef bietet ein digitales Menübestellsystem für Kliniken, das durch Automatisierung und Planbarkeit Einsparungen ermöglicht. Die Kostenstruktur ist nicht explizit auf der Webseite angegeben, jedoch wird der Fokus auf wirtschaftliche Vorteile und Kosteneinsparungen durch reduzierten Speisenverwurf gelegt. Für genaue Preisinformationen wird eine individuelle Beratung angeboten.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu HospiChef

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