Hermone
01 · Profil
Über Hermone
Das Berliner Femtech-Startup wurde 2021 von Lucia Vilsecker und Philippa Zorn gegründet und startete nach Angaben der Gründerinnen mit dem Ziel, das Verständnis für den weiblichen Hormonzyklus im Alltag zu stärken. Die App richtet sich an Menstruierende, die nicht nur Periodentermine dokumentieren, sondern die Auswirkungen ihres Zyklus auf Körper und Psyche aktiv beobachten möchten. Das Unternehmen ist Teil des wachsenden Berliner Femtech-Ökosystems, das zunehmend institutionelle Aufmerksamkeit erhält.
Die vier Phasen des Hormonzyklus
Hermone strukturiert den Zyklus in vier Abschnitte: Menstruation, Follikelphase, Ovulation und Lutealphase. Für jede Phase liefert die App kontextbezogene Inhalte: Welche Ernährung unterstützt die aktuelle Phase? Welche Trainingsformen passen zum aktuellen Energieniveau? Wie wirkt sich der hormonelle Status auf Schlaf und Stimmung aus? Laut Unternehmensangaben basieren diese Empfehlungen auf wissenschaftlich belegten Zusammenhängen zwischen Hormonschwankungen und körperlichen Reaktionen. Besonders in der Lutealphase — den Tagen vor der Menstruation — erleben viele Nutzerinnen Stimmungsschwankungen, Energieabfall und Schlafveränderungen, die durch sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel bedingt sind. Durch das phasenbasierte Tracking lernen Nutzerinnen, diese Veränderungen nicht als zufällig wahrzunehmen, sondern als vorhersehbare Muster ihres individuellen Zyklus.
Tracking, Journal und Community
Der Kern der App ist ein tägliches Symptom-Tracking: Nutzerinnen erfassen Stimmung, Energielevel, Körpersymptome, Schlafqualität und körperliche Aktivität. Über ein integriertes Journal lassen sich persönliche Beobachtungen festhalten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Community-Funktion, in der Nutzerinnen Erfahrungen zu Zyklussymptomen austauschen können. Laut App-Store-Bewertungen schätzen Nutzerinnen insbesondere die Phasenbeschreibungen und konkreten Empfehlungen für Training und Ernährung.
Stärken und Einschränkungen
Hermone hebt sich von reinen Periodentrackern wie Clue oder Flo durch den expliziten Fokus auf Hormonschwankungen und deren Alltagsauswirkungen ab. Der edukative Ansatz differenziert die App im wachsenden Femtech-Markt. Als Einschränkung gilt, dass Hermone bislang keine publizierten klinischen Wirksamkeitsstudien vorweisen kann; es handelt sich um ein Wellness- und Selbstbeobachtungs-Tool, keinen evidenzbasierten therapeutischen Ansatz. Die App ist kostenlos im App Store und Google Play verfügbar; über eine kostenpflichtige Premium-Version macht das Unternehmen aktuell keine öffentlichen Angaben. Im wachsenden deutschen Femtech-Markt, der laut einer Roland-Berger-Studie bis 2027 auf über 3 Milliarden Euro Volumen anwachsen soll, positioniert sich Hermone als edukative Alternative zu reinen Tracking-Apps — mit dem Anspruch, Nutzerinnen nicht nur Daten zu liefern, sondern Körperwissen nachhaltig zu verankern.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von HERMONE sind menstruierende Personen, die ein besseres Verständnis für ihren Hormonzyklus erlangen möchten. Die App richtet sich an Frauen und andere Personen, die einen Menstruationszyklus durchlaufen, und unterstützt sie dabei, ihre körperlichen und emotionalen Bedürfnisse besser zu verstehen und zu kommunizieren.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Die Kostenstruktur von HERMONE ist auf der Webseite nicht detailliert beschrieben. Es ist jedoch üblich, dass solche Apps entweder ein Freemium-Modell anbieten, bei dem die Basisversion kostenlos ist und zusätzliche Funktionen kostenpflichtig sind, oder ein Abonnementmodell, bei dem monatliche oder jährliche Gebühren anfallen.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Hermone
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Die App gliedert den Zyklus in vier Phasen: Menstruation, Follikelphase, Ovulation und Lutealphase. Jede Phase wird mit Hormondaten und Symptom-Tracking verknüpft.
Laut Unternehmensangaben war die App nach dem Launch 12 Monate lang kostenlos für den DACH-Raum verfügbar. Aktuelle Preismodelle sollten direkt im App Store geprüft werden.
Nein. Hermone ist ein Selbstbeobachtungs-Tool, kein Medizinprodukt. Bei Verdacht auf hormonelle Erkrankungen wie PCOS oder Endometriose ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Die App ist für iOS verfügbar (App Store ID: 1661182244). Eine Android-Version wurde zum Zeitpunkt dieser Einordnung nicht kommuniziert.
Bei hormoneller Verhütung wie der Pille ist der natürliche Hormonzyklus weitgehend unterdrückt, sodass die phasenspezifischen Empfehlungen von Hermone nur eingeschränkt anwendbar sind. Hermone richtet sich laut Anbieter primär an Personen mit natürlichem Zyklus. Für Nutzende mit hormoneller Verhütung empfiehlt sich eine Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, um individuelle Anpassungen zu besprechen.
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