Granny Vision

Senioren in Pflegeeinrichtungen sind oft in ihrer Mobilität stark eingeschränkt und können keine Reisen mehr unternehmen oder an Aktivitäten außerhalb der Einrichtung teilnehmen. Granny Vision, ein Münchner Startup, ermöglicht es Pflegebedürftigen über VR-Brillen, Orte und Erlebnisse zu erleben, die ihnen physisch nicht mehr zugänglich sind – von einem Waldspaziergang bis zu einem Opernbesuch oder einer Busreise durch Rom.

01 · Profil

Über Granny Vision

Das Konzept: VR ohne technisches Vorwissen

Granny Vision wurde 2019 von Carolina Habel und Daniel Bendlin gegründet und richtet sich laut munich-startup.de an Pflegeeinrichtungen sowie Seniorinnen und Senioren im häuslichen Umfeld. Die VR-Headsets werden laut Unternehmensangaben vollständig vorinstalliert geliefert und benötigen weder PC noch Internetverbindung – eine wichtige Voraussetzung für den Pflegealltag, in dem technische Infrastruktur oft eingeschränkt ist. Alle Inhalte sind lokal auf dem Gerät gespeichert und sofort verfügbar.

Das Inhaltsspektrum umfasst laut provita-deutschland.de virtuelle Spaziergänge durch Naturlandschaften und Städte, Konzert- und Opernbesuche sowie individuell erstellte 360°-Inhalte von Angehörigen. Letzteres ist ein besonderes Alleinstellungsmerkmal: Familienmitglieder können eigene 360°-Videos oder -Fotos – etwa von Weihnachtsfeiern oder Urlauben – erstellen, die Granny Vision auf die Brillen der Bewohner überträgt.

Praxiseinsatz und Wirkung

Das Alten- und Servicezentrum (ASZ) Lehel in München setzt Granny-Vision-Brillen laut eigenen Berichten regelmäßig für virtuelle Ausflüge mit Bewohnern ein. Laut Studien der University of Exeter (2021), die mehrere randomisierte Kontrollstudien auswerteten, kann VR-Therapie bei Senioren Einsamkeitsgefühle reduzieren und kognitive Stimulation fördern – Effekte, die für Menschen in stationärer Pflege besonders relevant sind.

Abgrenzung und Marktkontext

Im Vergleich zu interaktiven Gruppenaktivierungssystemen wie dem CareTable, der auf Touch-Gruppenspiele setzt, bietet Granny Vision ein immersives Einzel-Erlebnis – besonders geeignet für bettlägerige oder stark mobilitätseingeschränkte Bewohner. Gegenüber allgemeinen VR-Anbietern unterscheidet sich Granny Vision durch die Fokussierung auf technische Einfachheit (kein PC, kein Internet) und die Möglichkeit, familiäre Inhalte einzuspielen, was die emotionale Verbindung zu Angehörigen stärken soll.

Häufige Fragen zu Granny Vision

Braucht man technisches Vorwissen? Nein. Die Brillen werden vollständig vorinstalliert geliefert und sind laut Unternehmensangaben ohne technisches Wissen bedienbar.

Kann man eigene Videos auf die Brille laden? Ja. Angehörige können 360°-Videos und -Fotos erstellen, die Granny Vision auf die Brille überträgt.

Funktioniert die Brille ohne Internet? Ja. Alle Inhalte sind lokal gespeichert; ein Internetzugang ist laut Herstellerangaben nicht erforderlich.

Für wen ist Granny Vision geeignet? Für Senioren in Pflegeeinrichtungen sowie ältere Menschen im häuslichen Umfeld – insbesondere für stark mobilitätseingeschränkte Personen.

In welchen Einrichtungen wird Granny Vision genutzt? Laut eigenen Angaben in Pflegeeinrichtungen und Seniorenzentren, unter anderem im ASZ Lehel in München.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Granny Vision sind Senioren, die entweder im privaten Bereich oder in Pflegeeinrichtungen leben. Das Unternehmen richtet sich an ältere Menschen, die aufgrund ihrer physischen oder psychischen Verfassung bestimmte Erlebnisse nicht mehr real erleben können. Pflegeeinrichtungen wie Altenheime, ambulante Pflegedienste und Hospize gehören ebenfalls zur Zielgruppe, da sie die VR-Brillen für individuelle oder Gruppenbetreuungen nutzen können.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Granny Vision bietet seine VR-Systeme komplett vorinstalliert und inklusive Handbuch an. Zur Nutzung ist weder ein PC noch ein Internetzugang erforderlich. Auf Wunsch wird eine persönliche Einweisung durchgeführt. Informationen zu den genauen Kosten oder Preisstrukturen sind nicht verfügbar, jedoch scheint das Geschäftsmodell darauf abzuzielen, Pflegeeinrichtungen und Privatpersonen direkt anzusprechen.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Granny Vision

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Nein. Granny Vision liefert die Brillen vollständig vorinstalliert; laut Unternehmensangaben sind sie ohne technisches Vorwissen bedienbar.

Ja. Angehörige können 360°-Videos und -Fotos erstellen, die Granny Vision auf die Brille der Bewohner überträgt – z.B. Familienfeiern oder Urlaubsmomente.

Ja. Alle Inhalte sind laut Herstellerangaben lokal auf dem Gerät gespeichert; eine Internetverbindung ist nicht erforderlich.

Für Senioren in Pflegeeinrichtungen und im häuslichen Umfeld – besonders für stark mobilitätseingeschränkte oder bettlägerige Personen.

Virtuelle Spaziergänge in der Natur, Städtereisen, Konzerte und Opern sowie individuell eingespielte Familien-360°-Videos, laut provita-deutschland.de.

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