GMendel
01 · Profil
Über GMendel
Technologieplattform und regulatorischer Status
gMendel kombiniert laut Unternehmensangaben drei Technologien: Long-Read-Sequenzierung für präzise Erkennung komplexer Genomvarianten, Künstliche Intelligenz für automatisierte Varianten-Interpretation, sowie Blockchain für sichere Datenspeicherung und Rückverfolgbarkeit.
Im Jahr 2022 erhielt gMendel laut eigenen Angaben das CE-Kennzeichen nach EU-IVDD (In-vitro-Diagnostik-Richtlinie) – und gilt damit nach eigener Darstellung als weltweit erstes CE-IVD-zertifiziertes Produkt für menschliche Generkrankungen unter Nutzung von Long-Read-Sequenzierungstechnologie kombiniert mit KI. Diese Zertifizierung erlaubt den Einsatz als reguliertes Medizinprodukt in Europa.
Pränatal- und Neugeborenenscreening als Kernmarkt
gMendels Anwendungsschwerpunkte liegen laut Crunchbase (2024) im Pränatal- und Neugeborenenscreening. Laut EUROCAT (European Registry of Congenital Anomalies, 2024) werden in Europa jährlich über 500.000 Kinder mit angeborenen Fehlbildungen geboren; ein erheblicher Anteil hat genetische Ursachen. Frühdiagnose ermöglicht frühzeitige therapeutische Maßnahmen oder informierte Entscheidungen für betroffene Familien.
Die Gründer Chris Kyriakidis und Zoran Velkoski haben nach eigenen Angaben persönliche Verbindungen zu genetischen Erkrankungen in ihrer Familie, was dem Unternehmen eine starke Mission verleiht. Das Unternehmen fokussiert ausdrücklich auf Märkte mit unterentwickelter Laborinfrastruktur und hohem Bedarf an bezahlbarem genetischen Screening.
Finanzierung und globale Expansionspläne
Nach Angaben von med-tech.world schloss gMendel eine Seed-Runde über 1,2 Millionen Euro ab, angeführt von Metavallon VC. Die Mittel sind für die Expansion nach Lateinamerika, den Nahen Osten und Afrika vorgesehen. Im Vergleich zu genomischen Screening-Anbietern wie Illumina oder Sophia Genetics richtet sich gMendel explizit auf kostensensible Märkte ohne etablierte NGS-Laborstruktur. Für Deutschland und Europa relevanter ist die CE-IVD-Zertifizierung, die einen regulatorisch konformen Einsatz ermöglicht – auch wenn der aktuelle Expansionsfokus auf Emerging Markets liegt.
gMendel ist auf Bestes.com als spezialisierter Anbieter im Bereich genetisches Screening gelistet. Für Verbraucher in Deutschland ist das Unternehmen derzeit nicht direkt buchbar – gMendel richtet sich als B2B-Technologieanbieter an Krankenhäuser, Labore und Gesundheitsbehörden. Dennoch hat die Plattform mittelfristig Relevanz für den europäischen Markt: CE-IVD-Zertifizierung, Long-Read-Sequenzierungstechnologie und KI-gestützte Interpretation sind drei Anforderungen, die moderne genetische Diagnostiksysteme laut EU-IVDR (In-vitro-Diagnostik-Verordnung, gültig ab 2025) erfüllen müssen. Für diagnostische Labore und Perinatalzentren, die ihr Screening-Angebot erweitern wollen, kann gMendel als Technologiepartner relevant werden.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von G-Mendel sind vor allem Privatpersonen, die mehr über ihre genetische Veranlagung und mögliche Gesundheitsrisiken erfahren möchten. Dazu gehören Menschen, die proaktiv ihre Gesundheit überwachen wollen, sowie Personen mit familiärer Vorbelastung für bestimmte Krankheiten. Auch Ärzte und andere Gesundheitsdienstleister, die genetische Informationen für die Behandlung ihrer Patienten nutzen möchten, zählen zur Zielgruppe.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu GMendel
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gMendel kombiniert Long-Read-Sequenzierung, KI-gestützte Varianteninterpretation und Blockchain – laut eigenen Angaben als erstes CE-IVD-zertifiziertes Produkt dieser Kombination.
gMendel erhielt 2022 das CE-Kennzeichen nach EU-IVDD, was den Einsatz als reguliertes Medizinprodukt in Europa erlaubt.
gMendel schloss laut med-tech.world eine Seed-Runde über 1,2 Millionen Euro ab, angeführt von Metavallon VC.
gMendel plant laut eigenen Angaben eine Expansion nach Lateinamerika, den Nahen Osten und Afrika – Regionen mit hohem Screening-Bedarf und begrenzter Laborinfrastruktur.
Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kopenhagen, Dänemark, und wurde 2020 gegründet.
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