Flexxi

Wer kurzfristig eine zuverlässige Pflegekraft für einen pflegebedürftigen Angehörigen sucht, stößt oft auf lange Wartelisten und bürokratische Hürden. Flexxi, ein Münchner Care-Tech-Startup, adressiert genau dieses Problem mit einer App-basierten Vermittlungsplattform für zertifizierte Pflegekräfte.

01 · Profil

Über Flexxi

Pflegekräfte on demand – ohne Langzeitvertrag

Die Flexxi-App ermöglicht es Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen, Pflegekräfte direkt über das Smartphone zu buchen – ohne Vertragsbindung und ohne Voranmeldung. Per Postleitzahlensuche werden verfügbare Pflegekräfte in der Nähe angezeigt; Nutzer wählen Dienstleistungsart, Zeitrahmen und Preisrahmen selbst. Laut flexxi.care können Buchungen noch für denselben Tag erfolgen, Vorausbuchungen bis zu drei Wochen im Voraus sind möglich.

Das Modell richtet sich besonders an pflegende Angehörige, die spontane Entlastung benötigen – etwa für Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI), bei der Pflegekassen bis zu 1.612 Euro jährlich übernehmen können. Flexxi hat dafür die sogenannte Sorgen Los Karte eingeführt: Sie ermöglicht laut Unternehmensangaben die direkte Abrechnung mit der Pflegekasse, ohne dass Nutzer in Vorkasse gehen müssen.

Qualitätssicherung und Versicherungsschutz

Laut Flexxi-Website werden alle Pflegekräfte auf der Plattform auf Qualifikation und Zertifizierung geprüft, bevor sie Buchungsanfragen annehmen können. Als Versicherungspartner fungiert Allianz, die eine Haftpflichtversicherung für die vermittelten Pflegefachkräfte bereitstellt. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Dienstleister Stripe nach Abschluss der Pflegeleistung – ohne Barauszahlung, ausschließlich per Kreditkarte.

Marktposition im Pflege-Matching-Segment

Im deutschen Markt für digitale Pflegeplattformen konkurriert Flexxi mit Anbietern wie SunaCare (Fokus auf 24-Stunden-Pflege aus dem Ausland) und traditionellen Pflegevermittlungsagenturen. Im Unterschied zu Agenturen, die oft mehrwöchige Vorlaufzeiten haben, positioniert sich Flexxi als Same-Day-Service für unplanbare Pflegemomente. Laut einem Blogbeitrag von flexxi.care ist die Plattform besonders relevant für Angehörige, die Vollzeit arbeiten und gleichzeitig Familienangehörige pflegen.

Laut Bundesgesundheitsministerium wächst der Bedarf an häuslicher Pflege in Deutschland kontinuierlich: 2023 wurden über 4 Millionen Menschen als pflegebedürftig anerkannt. Flexible, app-basierte Lösungen wie Flexxi adressieren das strukturelle Defizit an kurzfristig verfügbaren Pflegekräften. Im Vergleich zum formalen Pflegedienst über Pflegestationen bietet Flexxi mehr Spontaneität, dafür ohne kassenfinanzierte Grundpflege und formale Pflegedokumentation — was es besonders als Ergänzung zu bestehenden Pflegearrangements, nicht als vollständigen Ersatz, positioniert.

Zugangswege und Zielgruppe

Flexxi richtet sich an Privatpersonen, die häusliche Pflege oder Betreuung für sich selbst oder Angehörige suchen, und nicht an Pflegeeinrichtungen oder Kliniken. Der Dienst ist nicht als Alternative zu einem regulären ambulanten Pflegedienst konzipiert, sondern als spontane Ergänzung: für Tage, an denen die reguläre Betreuung ausfällt, für Urlaubsvertretungen oder für einmalige Begleitaufgaben wie Arzttermine oder Einkäufe. Nutzer sollten die Verfügbarkeit in ihrer Region prüfen, da das Angebot stark von der lokalen Pflegekräftedichte abhängt. Interessierte finden die App im Apple App Store und im Google Play Store; eine Registrierung als Pflegekraft ist ebenfalls möglich.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe für Flexxi sind hauptsächlich ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen. Darüber hinaus können auch Personen, die sich in der postoperativen Genesung befinden oder an chronischen Krankheiten leiden, von diesem Service profitieren. Ebenso kann der Service für Personen relevant sein, die einen hektischen Lebensstil führen und Unterstützung bei der Pflege ihrer Angehörigen benötigen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Buchung über die Flexxi-App; Stundensätze hängen von Pflegekraft und Region ab. Bei Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) können Pflegekassen bis zu 1.612 Euro jährlich übernehmen. Direktabrechnung über die Sorgen Los Karte möglich.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Flexxi

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Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, die kurzfristig Unterstützung bei der häuslichen Pflege oder Betreuung benötigen – ohne Langzeitvertrag.

Bei Verhinderungspflege (§ 39 SGB XI) können Pflegekassen bis zu 1.612 Euro jährlich erstatten. Die Sorgen Los Karte von Flexxi ermöglicht laut Unternehmensangaben die direkte Abrechnung ohne Vorleistung.

Laut flexxi.care sind Buchungen noch für denselben Tag möglich; Vorausbuchungen bis zu drei Wochen im Voraus sind ebenfalls verfügbar.

Flexxi prüft laut eigenen Angaben Qualifikation und Zertifizierung aller Pflegekräfte, bevor diese Buchungsanfragen annehmen dürfen.

Die Verfügbarkeit hängt von der Anzahl registrierter Pflegekräfte in der jeweiligen Postleitzahl ab; der Schwerpunkt liegt auf städtischen Regionen.

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