femote
01 · Profil
Über femote
Intimgesundheit selbst in die Hand nehmen – diskret, schnell und ohne Arzttermin: Das ist das Angebot von femote. Das Berliner Digital-Health-Unternehmen hat sich auf gynäkologische Erkrankungen spezialisiert, die im klinischen Alltag häufig unterversorgt sind: bakterielle Vaginose, Vaginalcandidose (Scheidenpilz) und Harnwegsinfektionen. Laut epidemiologischen Schätzungen sind zwischen 11 und 29 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter regelmäßig von bakterieller Vaginose betroffen, wobei viele Fälle undiagnostiziert bleiben.
Heimtest und digitale Arztkonsultation: der femote-Ablauf
femote stellt Nutzerinnen einen Antigen-Schnelltest zur häuslichen Selbstanwendung bereit. Das Testergebnis liegt laut Unternehmensangaben innerhalb von 15 Minuten vor. Auf Basis des Ergebnisses können Nutzerinnen über die femote-Plattform eine digitale ärztliche Konsultation buchen: Ein Arzt oder eine Ärztin beurteilt den Befund und kann bei Bedarf ein Rezept ausstellen, das direkt an eine Versandapotheke weitergeleitet wird.
Der vollständige Ablauf – Test, Befundübermittlung, ärztliche Beurteilung und Rezept – erfolgt ohne Präsenztermin. Das Modell adressiert eine bekannte Versorgungslücke: Für viele Frauen ist die Hürde, wegen wiederkehrender Symptome wie Juckreiz, Ausfluss oder Brennen einen Gynäkologen-Termin zu buchen, subjektiv hoch. Lange Wartezeiten auf Facharzttermine verstärken dieses Problem zusätzlich.
Indikationen, Datenschutz und Zielgruppe
femote richtet sich an Frauen in Deutschland, die unter Symptomen leiden, die auf bakterielle Vaginose, Scheidenpilz oder Harnwegsinfektionen hindeuten. Die drei Indikationen decken die häufigsten gynäkologischen Infektionskrankheiten ab. Laut Unternehmensangaben erfolgt die Datenverarbeitung DSGVO-konform; Testergebnisse und medizinische Daten werden verschlüsselt übertragen und nicht an Dritte weitergegeben.
Die Tests können über die femote-Website bestellt werden und werden per Post zugestellt. Der Selbsttest ist für die häusliche Anwendung konzipiert und erfordert keine medizinischen Vorkenntnisse. Bei negativem Testergebnis und anhaltenden Beschwerden empfiehlt femote ausdrücklich den Gang zur Gynäkologin oder zum Gynäkologen.
femote positioniert sich im wachsenden Segment der FemTech-Anwendungen. Laut Unternehmensangaben deckt das Angebot gezielt die Lücke zwischen Symptombeginn und Facharzttermin ab – eine Phase, in der viele Betroffene bislang auf sich allein gestellt sind. Die Kombination aus Heimtest und digitaler Arztkonsultation ist in Deutschland bislang vergleichsweise selten für gynäkologische Indikationen verfügbar.
Der gesellschaftliche Kontext ist relevant: Scham und Tabustatus rund um Intimgesundheit führen dazu, dass viele Frauen Symptome wie Juckreiz, veränderten Ausfluss oder Brennen lange ignorieren oder selbst behandeln – oft mit rezeptfreien Mitteln, die bei falscher Diagnose wirkungslos bleiben. Eine falsch behandelte bakterielle Vaginose kann sich laut medizinischer Literatur zu ernsteren Komplikationen entwickeln, darunter ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten bei Schwangeren oder für sexuell übertragbare Infektionen.
femote bietet für diese Situation einen niederschwelligen, anonymen Einstieg: Der Test kommt ins Haus, das Ergebnis bleibt privat, und eine ärztliche Einschätzung ist ohne Präsenz möglich. Damit adressiert das Angebot nicht nur eine Versorgungslücke, sondern auch eine emotionale Hürde, die viele Frauen von einer rechtzeitigen Abklärung abhält.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Frauen im erwächsenen Alter, die unter häufigen intimen Gesundheitsbeschwerden wie bakterieller Vaginose, Scheidenpilz oder Harnwegsinfektionen leiden und eine diskrete, schnelle und ortsunabhängige Diagnose- und Behandlungsmöglichkeit suchen.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Aktuell in der Beta-Phase; kostenpflichtige Nutzung nach offiziellem Start geplant.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu femote
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
femote deckt laut Unternehmensangaben die drei häufigsten gynäkologischen Infektionskrankheiten ab: bakterielle Vaginose, Vaginalcandidose (Scheidenpilz) und Harnwegsinfektionen.
Das Ergebnis des Antigen-Schnelltests liegt laut femote innerhalb von 15 Minuten nach der Selbstanwendung vor.
Ja. Auf Basis des Testergebnisses kann ein Arzt oder eine Ärztin über die femote-Plattform digital ein Rezept ausstellen, das direkt an eine Versandapotheke weitergeleitet wird.
femote ist eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten werden derzeit nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Bei negativem Testergebnis und anhaltenden Beschwerden empfiehlt femote ausdrücklich den Besuch bei einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen für eine weiterführende Abklärung.
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