Enna

Einsamkeit im Alter hat messbare Folgen für Gesundheit und Lebensqualität – und betrifft in Deutschland Millionen Menschen. Laut DZA-Alterssurvey 2020 gaben rund 14 Prozent der Befragten zwischen 40 und 85 Jahren an, sich häufig einsam zu fühlen, mit deutlich höheren Werten bei Hochaltrigen. enna, ein Startup aus München, bietet ein hardware-gestütztes Kommunikationssystem, das älteren Menschen ohne jede Technik-Erfahrung den dauerhaften Kontakt zur Familie ermöglichen soll. Das Produkt verbindet ein stationäres Dock mit programmierbaren NFC-Karten – ein Ansatz, der ohne Smartphone, Touchscreen oder Passwort auskommt und damit eine deutlich niedrigere Einstiegshürde hat als konventionelle Tablet-Lösungen.

01 · Profil

Über Enna

Wie funktioniert's

Das System besteht aus zwei Komponenten: einem stationären Dock, das im Wohnbereich aufgestellt wird, und physischen Karten, die Angehörige konfiguriert bestellen oder einsenden. Legt der Nutzer eine Karte auf das Dock, startet automatisch die verknüpfte Funktion – ein Videoanruf mit einem bestimmten Familienmitglied, das Anzeigen eines Fotoalbums, ein Kalenderblick oder das Öffnen neu eingegangener Fotos. Nach Angaben des Unternehmens sind weder Smartphone noch Tastatur-Kenntnisse erforderlich; das Bedienkonzept ist auf physische, intuitive Handlungen ausgelegt. Familienmitglieder verwalten Karten, Inhalte und Kontakte über einen Online-Zugang und können Kalender-Einträge sowie Fotos jederzeit aktualisieren. Das Gerät wird als Set mit Dock und vorkonfigurierten Karten ausgeliefert; eine 30-tägige Testphase steht laut Herstellerangaben zur Verfügung. Für die Videotelefonie ist ein WLAN-Anschluss am Aufstellort erforderlich; die Einrichtung erfolgt laut Hersteller ohne Fachkenntnisse.

Für wen ist es gedacht

Das Produkt richtet sich an ältere Menschen, die mit digitalen Endgeräten wenig vertraut sind oder durch eingeschränkte Motorik – etwa Arthritis oder nachlassende Sehkraft – an der Touchscreen-Bedienung gehindert werden. Besonders relevant ist enna für Personen in Pflegeeinrichtungen oder im eigenen Haushalt mit geringem Familienkontakt. In Fachkreisen spricht man vom sogenannten Digital Divide: der wachsenden Kluft zwischen technikaffinen und technikfernen Bevölkerungsgruppen im Alter. Laut Statistischem Bundesamt lebten 2022 in Deutschland rund 7,6 Millionen Menschen ab 65 Jahren allein – ein wachsender Zielmarkt für Senior-Tech-Lösungen. International konkurrieren im selben Segment Anbieter wie GrandPad aus den USA, Famileo aus Frankreich sowie Claris Companion aus Kanada; enna positioniert sich durch den physischen Karten-Ansatz als besonders barrierefreie Variante ohne digitale Vorerfahrung.

Wer steckt dahinter

enna GmbH ist ein Startup mit Sitz in München, das nach eigenen Angaben auf Kommunikationstechnologie für ältere Menschen spezialisiert ist. Der Vertrieb des Dock-Systems erfolgt direkt über einen eigenen Webshop; stationäre Vertriebskanäle sind nicht dokumentiert. Das Unternehmen setzt auf einen Direct-to-Consumer-Ansatz und spricht mit seinen Social-Media-Kanälen primär erwachsene Kinder und Pflegende an, die das Gerät für ihre Angehörigen erwerben. Laut LinkedIn-Profil des Unternehmens ist enna im deutschsprachigen Raum aktiv und betreibt Kanäle auf Instagram und TikTok. Kontakt: hey@enna.care.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von enna sind vor allem ältere Menschen, die wenig Erfahrung mit digitalen Technologien haben, sowie deren Familienangehörige, die den Kontakt zu ihren älteren Verwandten aufrechterhalten möchten. Besonders Menschen in Pflegeheimen oder mit körperlichen Einschränkungen, die den Umgang mit herkömmlichen digitalen Geräten erschwert, profitieren von enna. Zudem richtet sich das Angebot an Familien, die über große Distanzen hinweg in Kontakt bleiben möchten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

enna bietet eine Testphase von 30 Tagen an, in der die Nutzer das System kostenlos ausprobieren können. Die Preisstruktur nach der Testphase ist auf der Webseite nicht detailliert beschrieben, aber es gibt Optionen für den Kauf des Systems, einschließlich des Docks und der Karten. Die Kosten für die Nutzung nach der Testphase sind nicht spezifiziert.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Enna

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Nein. Das enna-System funktioniert ohne Smartphone, Touchscreen oder Passwort. Ältere Angehörige bedienen nur das stationäre Dock mit physischen NFC-Karten. Familienmitglieder verwalten Inhalte und Kontakte über einen Online-Zugang auf ihren eigenen Geräten.

Das System wird als Set mit Dock und vorkonfigurierten Karten über den eigenen Webshop auf enna.care verkauft. Laut Herstellerangaben steht eine 30-tägige Testphase zur Verfügung. Genaue Preisangaben sollten direkt auf der Website geprüft werden, da sich das Angebot ändern kann.

Mit enna können Senioren durch einfaches Auflegen einer Karte Videoanrufe mit bestimmten Familienmitgliedern starten, Fotoalben ansehen, Kalendereinträge aufrufen oder neu eingegangene Fotos öffnen. Familienmitglieder können Inhalte jederzeit aktualisieren. Für Videoanrufe ist ein WLAN-Anschluss am Aufstellort erforderlich.

enna richtet sich an ältere Menschen ohne Technikerfahrung oder mit eingeschränkter Motorik – etwa durch Arthritis oder nachlassende Sehkraft. Besonders relevant ist es für Personen, die allein leben: Laut Statistischem Bundesamt lebten 2022 in Deutschland rund 7,6 Millionen Menschen ab 65 Jahren allein.

enna ist ein Münchner Startup, das laut LinkedIn-Profil im deutschsprachigen Raum aktiv ist. Der Vertrieb erfolgt direkt über den Webshop enna.care; stationäre Handelskanäle sind nicht dokumentiert. Das Unternehmen betreibt Social-Media-Kanäle auf Instagram und TikTok.

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