Elixion

Harnkatheter und chirurgische Drainagen gehören zu den am häufigsten genutzten Hilfsmitteln auf Intensivstationen – und zu den am seltensten automatisch überwachten. Elixion Medical aus München und Essen hat mit dem SmartCatheter und SmartDrain ein System entwickelt, das Flüssigkeitsbilanz, Ausscheidungsmengen und Drainage-Charakteristika in Echtzeit elektronisch erfasst, analysiert und Klinikpersonal bei Abweichungen alarmiert.

01 · Profil

Über Elixion

Das 2021 gegründete Unternehmen kombiniert Sensor-Hardware, die direkt am Katheter- oder Drainagesystem angebracht wird, mit einem neuronalen Netz zur Datenauswertung. Laut Elixion ermöglicht das System die direkte Analyse am Patientenbett ohne manuelles Ablesen und Dokumentieren – ein wiederkehrender Zeitaufwand für Pflegefachkräfte auf Intensivstationen. Die Ergebnisse fließen in Echtzeit in das klinische Informationssystem.

Förderung durch KI(4)SS-Projekt und Keimfinanzierung

Eine zentrale Entwicklungsphase wurde durch das KI(4)SS-Projekt gefördert: Das Konsortium aus Elixion Medical und zwei Abteilungen des Universitätsklinikums Essen erhielt rund eine Million Euro Förderung, laut Projektbeschreibung von Digital Gesundheit NRW. Das Projekt lief von April 2023 bis März 2025 und fokussierte auf die Automatisierung der Katheter- und Drainageüberwachung mittels KI-Algorithmen.

Parallel sicherte sich Elixion Medical im Mai 2023 eine Seed-Investition von 1,4 Millionen Euro, laut Crunchbase mit Beteiligung von NRW Bank und dem Investor Matthias Fricke. EIT Health zeichnete das Unternehmen beim Digital Health Summit 2022 mit dem EIT Health Prize aus, laut BioM München – ein Qualitätssignal für den klinischen Innovationsansatz.

Klinischer Bedarf und Marktkontext

Harnwegsinfektionen durch Katheter (CAUTI) gehören laut WHO zu den häufigsten nosokomialen Infektionen weltweit. Frühzeitige Erkennung veränderter Urinparameter kann Hinweise auf Infektionen oder Organversagen liefern. Elixion setzt hier an: Das System erfasst diese Abweichungen automatisiert, bevor sie dem Personal auffallen. Im Vergleich zu rein manuellen Überwachungsprotokollen bietet das elektronische System eine kontinuierliche Datenbasis.

Was überwacht das Elixion-System? SmartCatheter und SmartDrain erfassen in Echtzeit Flüssigkeitsmenge, Ausscheidungsrate und Drainagecharakteristika von Harnkathetern und Drainagen auf Intensivstationen.

Wer hat Elixion Medical gegründet? Das Unternehmen wurde 2021 gegründet mit Standorten in München und Essen, und entwickelte seine Kerntechnologie in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Essen.

Welche Förderung erhielt Elixion? Rund eine Million Euro über das KI(4)SS-Projekt (Digital Gesundheit NRW, 2023–2025) sowie 1,4 Millionen Euro Seed-Investment u. a. von der NRW Bank.

Ist das System für Krankenhäuser zugelassen? Das System befindet sich in der klinischen Entwicklungs- und Validierungsphase; spezifische MDR-Zulassungsangaben sind öffentlich nicht dokumentiert.

Wie unterscheidet sich Elixion von manueller Überwachung? Das System automatisiert die Bilanzierung kontinuierlich ohne Pflegepersonal-Interaktion; Alarme bei Anomalien erlauben frühzeitiges Eingreifen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Elixion Medical umfasst Pflegefachkräfte, Ärzt*innen und Krankenhausmanagement. Pflegefachkräfte profitieren von der Entlastung bei der Überwachung und haben mehr Zeit für die Patientenversorgung. Ärzt*innen können datengetriebene medizinische Entscheidungen treffen und Komplikationen früher erkennen. Das Krankenhausmanagement profitiert von kürzeren Aufenthaltsdauern, geringeren Kosten für Komplikationen und erhöhter Behandlungskapazität.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Das Geschäftsmodell von Elixion Medical basiert auf der Kosteneinsparung durch die Automatisierung der Urinkatheterüberwachung. Es wird eine Ersparnis von bis zu 90% bzw. 82€ pro Tag und Patient durch den Einsatz des SmartCatheters angegeben. Die genaue Preisstruktur des Produkts wird nicht detailliert beschrieben.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Elixion

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SmartCatheter und SmartDrain erfassen in Echtzeit Flüssigkeitsmenge, Ausscheidungsrate und Drainagecharakteristika von Harnkathetern und Drainagen auf Intensivstationen.

Das Unternehmen wurde 2021 gegründet mit Standorten in München und Essen, und entwickelte seine Kerntechnologie in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Essen.

Rund eine Million Euro über das KI(4)SS-Projekt (Digital Gesundheit NRW, 2023–2025) sowie 1,4 Millionen Euro Seed-Investment u. a. von der NRW Bank.

Das System befindet sich in der klinischen Entwicklungs- und Validierungsphase; spezifische MDR-Zulassungsangaben sind öffentlich nicht dokumentiert.

Das System automatisiert die Bilanzierung kontinuierlich ohne Pflegepersonal-Interaktion; Alarme bei Anomalien erlauben frühzeitiges Eingreifen.

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