Doccura

Videosprechstunden in deutschen Arztpraxen scheitern häufig an der IT-Zertifizierung: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) schreibt für die GKV-Abrechnung von Videokonsultationen zertifizierte Videodienstanbieter vor. Doccura, betrieben von der Bayerischen TelemedAllianz GmbH (BTA) mit Sitz in Bayern, ist offiziell in der KBV-Liste der zugelassenen Videodienstanbieter geführt und erfüllt die Anforderungen gemäß Anlage 31b BMV-Ä für IT-Sicherheit und Datenschutz.

01 · Profil

Über Doccura

KBV-zertifizierte Einzel- und Gruppensprechstunden

Das Alleinstellungsmerkmal liegt im Angebot von Gruppensprechstunden: Während viele Konkurrenzlösungen ausschließlich Einzelkonsultationen ermöglichen, unterstützt Doccura auch mehrteilige Videokonferenzen – relevant für Gruppenpsychotherapie, Ernährungsberatung oder Physiotherapie-Schulungen. Alle Konsultationen sind mit Screen-Sharing und Dokumentenübertragung ausgestattet. Laut Anbieter ist keine App-Installation auf Patientenseite erforderlich; Patienten treten über einen browsergestützten Zugangslink bei.

Die KBV-Zertifizierung eröffnet Praxen konkrete Abrechnungswege. Nach KBV-Vorgaben können Praxen, die mindestens 15 Videosprechstunden pro Quartal durchführen, Startsubventionen (GOP 01451, bis zu 500 Euro pro Quartal), einen Technik- und Betreuungszuschlag (GOP 01450, bis zu 205 Euro pro Quartal) sowie einen Authentifizierungszuschlag für Erstkontakte (GOP 01444) abrechnen.

Zielgruppe: Leistungserbringer, nicht Endpatienten

Doccura richtet sich nicht an Patienten, die eigenständig einen Online-Arzt suchen, sondern ausschließlich an Gesundheitsdienstleister: niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnärzte, Kliniken, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Hebammen, Logopäden, Pflegedienste und Sanitätshäuser. Die Plattform ermöglicht nationale und internationale Konsultationen; laut Bayerischer TelemedAllianz ist der Betrieb von unterwegs und aus dem Homeoffice technisch möglich.

Datensicherheit ist ein ausgewiesenes Kernmerkmal des Anbieters. Der Bayerischen TelemedAllianz wurde die hohe Datensicherheit von Doccura nach eigenen Angaben mehrfach zertifiziert; die Plattform entspricht dem DSGVO-Datenschutzniveau. Die Datenverarbeitung erfolgt in Deutschland.

Marktkontext: Regulierter B2B-Markt für Videodienstanbieter

Laut Bitkom (2024) haben 37 Prozent der Deutschen bereits mindestens eine Videosprechstunde genutzt. Der Markt für KBV-zertifizierte B2B-Videodienstanbieter ist reguliert und durch die KBV-Zulassungspflicht klar abgegrenzt. Doccura positioniert sich als datenschutzkonforme, sofort abrechnungsfähige Infrastrukturlösung für Praxen, die Videosprechstunden einführen möchten, ohne eigene IT-Zertifizierungen zu durchlaufen. Die GKV-Spitzenverband-Liste der Videodienstanbieter (Stand April 2026) führt Doccura als zugelassenen Anbieter.

Für die Auswahl einer Videosprechstundenplattform ist die KBV-Zertifizierung ein harter Entscheidungsfaktor: Nicht-zertifizierte Anbieter können die GKV-Abrechnungsziffern nicht aktivieren, was die Wirtschaftlichkeit der Lösung für gesetzlich kassenabrechnende Praxen erheblich beeinträchtigt. In diesem regulatorischen Rahmen ist Doccura einer von mehreren zugelassenen Anbietern in Deutschland – ein Marktumfeld, das Qualitätswettbewerb über Datenschutz, Benutzerfreundlichkeit und Supportqualität fördert, nicht primär über den Preis allein.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Doccura umfasst eine Vielzahl medizinischer Fachkräfte, darunter niedergelassene Ärzte, Zahnärzte, Kliniken, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Ambulanzen, Labore, Logopäden, Sanitätshäuser, Apotheken, Pflegeheime, Pflegedienste und Hebammen. Diese Fachkräfte nutzen Doccura für die Durchführung von Online-Videosprechstunden, um ihren Patienten eine bequeme und effiziente medizinische Versorgung zu bieten.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Informationen über das Preismodell und die Kostenstruktur von Doccura sind nicht direkt verfügbar. Für spezifische Kostenangaben sollten interessierte Nutzer direkt Kontakt mit Doccura aufnehmen, um individuelle Preise und Abrechnungsoptionen zu besprechen.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu Doccura

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Ja. Doccura ist offiziell in der KBV-Liste der zugelassenen Videodienstanbieter geführt und erfüllt die Zertifizierungsanforderungen gemäß Anlage 31b BMV-Ä. Praxen können damit KBV-Ziffern wie GOP 01444, 01450 und 01451 abrechnen.

Ja, das ist ein Alleinstellungsmerkmal von Doccura. Neben Einzelkonsultationen unterstützt die Plattform Gruppenvideokonferenzen – relevant für Gruppenpsychotherapie, Ernährungsberatung oder Physiotherapie-Schulungen.

Nein. Patienten erhalten einen Zugangslink und nehmen per Browser an der Videosprechstunde teil – ohne Softwareinstallation auf dem Endgerät. Das reduziert technische Hürden für weniger technikaffine Patientinnen und Patienten.

Doccura richtet sich an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Hebammen, Ergotherapeuten, Logopäden sowie Pflegedienste, Sanitätshäuser und Kliniken.

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