Doc Cirrus

Eine cloudbasierte Praxisverwaltungssoftware, die medizinische Daten lokal hält und trotzdem mobilen Zugriff ermöglicht — das ist der Kerngedanke hinter Doc Cirrus inSuite. Das Berliner Softwarehaus wurde 2012 gegründet und beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 75 Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern (doc-cirrus.com, Team-Seite 2024). Kern des Produktportfolios ist die Praxissoftware inSuite, die für Arztpraxen, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und fachübergreifende Einrichtungen im deutschen ambulanten Sektor entwickelt wurde.

01 · Profil

Über Doc Cirrus

Die Software ist KBV-zertifiziert und damit offiziell für den vertragsärztlichen Bereich in Deutschland zugelassen. Zu den Standardfunktionen zählen elektronische Patientenakte, KBV-konforme Abrechnung nach EBM und GOÄ, E-Rezept-Integration, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), PACS-Anbindung für bildgebende Diagnostik sowie ein 24/7-Systemmonitoring mit automatischem Malware-Scanning. Erweiterungen erfolgen über modulare "Sols" — eigenständige Zusatzmodule wie Online-Terminbuchung oder Patienten-App — ohne die Kernsoftware zu ersetzen. Die browserbasierte Bedienoberfläche erlaubt freie Gerätewahl: Windows, Mac, Tablet und Smartphone sind gleichberechtigt nutzbar.

Hybrid-Sealed-Cloud: Datenschutz durch Architektur

Das technische Alleinstellungsmerkmal der inSuite ist das sogenannte Hybrid-Sealed-Cloud-Konzept. Dabei läuft ein Microserver als privater Praxis-Cloud-Server lokal in der Praxis und speichert alle Patientendaten nach deutschen Datenschutzstandards. Gleichzeitig ist er mit der Doc Cirrus Medical Cloud verbunden — für automatische Updates, Fernzugriff bei Hausbesuchen und Malware-Scanning im Hintergrund. Das Modell folgt den Grundsätzen "Privacy by Design und Privacy by Default", wie von der DSGVO vorgeschrieben. Ärzte erhalten vollen mobilen Zugriff über Browser auf beliebigen Geräten, ohne dass sensible Patientendaten die Praxisinfrastruktur verlassen müssen.

Dieses Hybrid-Modell unterscheidet inSuite konzeptionell von reinen SaaS-Lösungen, bei denen alle Daten auf externen Servern liegen, und von klassischer lokaler Software ohne Cloud-Anbindung. Die Datenhaltung bleibt dabei DSGVO-konform auf deutschen Servern, was für Arztpraxen mit ihrer Schweigepflicht und dem sensiblen Patientendaten-Umgang besonders relevant ist.

ISO 27001 und ISO 9001: Zertifizierte Informationssicherheit

Doc Cirrus hält zwei international anerkannte Managementzertifikate: DIN EN ISO 9001:2015 fuer Qualitaetsmanagement und ISO/IEC 27001:2022 fuer Informationssicherheit — jeweils in der aktuellen Revision (doc-cirrus.com/ueber-doc-cirrus/auszeichnungen). Die ISO 27001:2022 gilt als höchster international anerkannter Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme und ist in der Cloud-nahen Gesundheits-IT besonders relevant, da sie auch Risiken durch Drittanbieter und Lieferketten adressiert. Laut Tracxn (2025) hat das Unternehmen bislang keine externen Investoren aufgenommen und ist organisch gewachsen.

Das Unternehmen ist im Berliner Handelsregister eingetragen (Northdata 2025) und beschäftigt ein internationales Team. Auf Medizintechnikmarkt.de erhält Doc Cirrus inSuite eine Bewertung von 4,0 von 5 Sternen bei verifizierten Nutzerrezensionen aus Fachrichtungen wie Innere Medizin, Allgemeinmedizin und Humanmedizin (medizintechnikmarkt.de, Stand 2025).

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Doc Cirrus sind Ärzte und medizinische Fachkräfte, die eine effiziente und moderne Praxisverwaltungslösung suchen. Dazu gehören Einzelpraxen, größere medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen, die von den flexiblen Anpassungsmöglichkeiten der Software profitieren können.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kostenstruktur von Doc Cirrus' Praxissoftware inSuite ist nicht explizit auf der Webseite angegeben. Es wird jedoch betont, dass die Software flexibel anpassbar und skalierbar ist, was darauf hindeutet, dass die Preisgestaltung möglicherweise auf den individuellen Bedarf der Praxis abgestimmt ist.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Doc Cirrus

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Die Software unterstützt laut doc-cirrus.com zahlreiche Fachbereiche: Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Pädiatrie, Dermatologie und weitere. Auch Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und fachübergreifende Einrichtungen werden explizit adressiert.

Patientendaten verbleiben lokal auf einem Microserver in der Praxis. Cloud-Dienste werden nur für Updates, Fernzugriff und Monitoring genutzt. Dieses Hybrid-Sealed-Cloud-Konzept soll DSGVO-Konformität sicherstellen.

Ja — laut doc-cirrus.com sind E-Rezept und elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) in die Kernfunktionen integriert. Beide sind verpflichtend für KBV-zertifizierte Praxissoftware im vertragsärztlichen Bereich.

Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und ISO/IEC 27001:2022 (Informationssicherheit) zertifiziert. Zusätzlich besteht die KBV-Zertifizierung für den Einsatz im kassenärztlichen Bereich.

Ja, über sogenannte "Sols" — eigenständige Zusatzmodule — lässt sich die inSuite um Funktionen wie Online-Terminbuchung, Patienten-Apps oder spezifische Fachbereichs-Tools erweitern. Die Erweiterung erfolgt ohne Eingriff in die Kernsoftware.

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