Demecan

Mit der Teillegalisierung in Deutschland und dem Inkrafttreten des Medizinal-Cannabis-Gesetzes (MedCanG) im Jahr 2024 hat sich der Markt fuer medizinisches Cannabis grundlegend veraendert. Demecan nahm dabei eine Pionierrolle ein: Das Dresdner Unternehmen erhielt als erstes deutsches Unternehmen die Anbauerlaubnis nach dem neuen MedCanG und setzte damit einen regulatorischen Meilenstein. Das Bundesinstitut fuer Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) fuehrt Demecan als zugelassenen inlaendischen Hersteller von Medizinalcannabis. Das Unternehmen wurde 2017 gegruendet und hat seinen Produktionsstandort in Ebersbach, Sachsen aufgebaut, wo seither die gesamte Anbauinfrastruktur betrieben wird.

01 · Profil

Über Demecan

Indoor-Anbau und Produktionskapazitaet

Demecan baut medizinisches Cannabis in einer kontrollierten Indoor-Anlage im saechsischen Ebersbach an. Nach Angaben des Unternehmens erreichte das Startup im Jahr 2025 erstmals eine Jahresproduktion von zwei Tonnen. Laut Branchenangaben produzierten die drei deutschen Hersteller Demecan, Tilray und Aurora gemeinsam rund 4,5 Tonnen im Jahr 2025. Die Produktion unterliegt den Anforderungen des Arzneimittelgesetzes und den GMP-Richtlinien der EU und wird von den zustaendigen Landesbehoerden kontrolliert. Fuer 2026 plant das Unternehmen laut eigenen Angaben eine weitere Kapazitaetssteigerung. Der deutsche Anbau unter GMP-Bedingungen gilt als Qualitaetsmerkmal gegenueber importierten Cannabisarzneimitteln, die aus den Niederlanden oder Kanada stammen.

Patientenzugang und Verschreibung

Demecan-Cannabis gelangt ausschliesslich auf aerztliche Verschreibung ueber zertifizierte Apotheken zu den Patienten. Seit der Neuregelung des Cannabis-Rechts im April 2024 ist die Verschreibung durch Aerzte erleichtert worden; eine Genehmigungspflicht durch die Krankenkasse entfaellt fuer privat zahlende Patienten. Laut Statista wird der deutsche Markt fuer medizinisches Cannabis bis 2028 auf ueber 900 Millionen Euro wachsen. Verordnende Fachgruppen sind vor allem Allgemeinmediziner, Schmerztherapeuten, Onkologen und Neurologen. Seit April 2024 verzeichnet das Unternehmen laut eigenen Angaben ein stark gestiegenes Umsatzwachstum.

Regulatorischer Rahmen: MedCanG und GMP

Das MedCanG aus dem Jahr 2024 schaffte ein eigenes Regelwerk fuer den Anbau von Medizinalcannabis, das strengere Anforderungen als die vorherige Regelung stellt. Hersteller muessen GMP-Konformitaet nachweisen und unterliegen regelmaessigen Audits durch Landesbehoerden. Nach Angaben der Pharmazeutischen Zeitung darf Demecan inzwischen unbegrenzt anbauen, was eine langfristige Versorgungssicherheit fuer Aerzte und Patienten ermoeglichen soll.

Im Vergleich zu Alternativen

Im deutschen Markt konkurriert Demecan mit internationalen Herstellern wie Tilray und Aurora Cannabis (beide Kanada) sowie Bedrocan (Niederlande). Der Fokus auf deutschen Anbau unter MedCanG-Lizenz und GMP-Konformitaet wird von verordnenden Aerzten zunehmend als Qualitaetssignal wahrgenommen. Patienten, die medizinisches Cannabis in Betracht ziehen, sollten die Kostenuebernahme vorab mit ihrer Krankenkasse und dem verordnenden Arzt klaeren.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Demecan umfasst vor allem Patientinnen und Patienten in Deutschland, die medizinisches Cannabis benötigen. Dazu gehören Menschen mit chronischen Schmerzen, neurologischen Erkrankungen, und anderen gesundheitlichen Beschwerden, die durch Cannabis gelindert werden können. Auch Ärzte und Apotheken, die medizinisches Cannabis verschreiben und abgeben, zählen zur Zielgruppe.

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