CureVac

Eine der ältesten mRNA-Forschungseinheiten Europas verlor 2021 das Rennen um den ersten Corona-Impfstoff, blieb aber bis Anfang 2026 ein eigenständiger Player. Im Januar 2026 wurde die Übernahme durch BioNTech formell abgeschlossen; das Unternehmen wurde am 16. Januar 2026 von der NASDAQ delistet. Trotzdem bleibt der Standort Tübingen ein zentraler Knotenpunkt im neuen Konzernverbund.

01 · Profil

Über CureVac

Geschäftsmodell und Pipeline

Bereits 2024 hatte sich das Unternehmen strategisch neu aufgestellt: Die mRNA-basierten COVID-19- und Influenza-Programme wurden im Juli 2024 für bis zu 1,45 Milliarden Euro zuzüglich Meilensteinzahlungen an GSK übertragen. GSK übernahm Entwicklung, Produktion und Vermarktung dieser Infektionsimpfstoffe weltweit. Die freiwerdenden Ressourcen wurden auf die mRNA-Onkologie und personalisierte Therapien konzentriert. Nach Angaben des Unternehmens sollten bis Ende 2025 zwei klinische Kandidaten für gemeinsame Antigene bei soliden Tumoren und hämatologischen Krebsarten verfügbar sein, einer davon in Zusammenarbeit mit dem M.D. Anderson Cancer Center.

Studienlage und Belege

Zum Zeitpunkt der Übernahme befanden sich zwei Phase-1-Studien zu personalisierten mRNA-Krebsimpfstoffen in der klinischen Vorbereitung. Im Rahmen der BioNTech-Integration wird die Pipeline laut Handelsblatt (Januar 2026) konsolidiert und neu priorisiert. Der Tübinger Standort soll laut BioNTech zu einem Produktionsstandort für individualisierte Krebsimpfstoffe ausgebaut werden – eine direkte Weiternutzung der ursprünglich für Infektionsimpfstoffe geplanten Anlagen.

Wer steckte dahinter

Gegründet wurde das Unternehmen 2000 als Spin-off der Universität Tübingen rund um die Forscher Ingmar Hoerr, Florian von der Mülbe, Steve Pascolo und Hans-Georg Rammensee. Über fast 25 Jahre prägte das Unternehmen die Grundlagen der nicht-modifizierten mRNA-Forschung. Größter Einzelaktionär war zuletzt der dievini-Verbund von SAP-Gründer Dietmar Hopp, der seine Anteile im Rahmen des BioNTech-Tauschs in BioNTech-Aktien übertrug (Quelle: BioNTech-Pressemitteilung Januar 2026).

Verfügbarkeit und Zulassung

Eigene zugelassene Produkte hat das Unternehmen unter eigenem Namen nicht. Die ehemaligen Infektionsimpfstoff-Kandidaten gehören seit Juli 2024 zu GSK; die Onkologie-Pipeline läuft seit Januar 2026 unter BioNTech-Verantwortung. Der frühere Patentstreit mit BioNTech zu mRNA-Grundtechnologien wurde im Zuge der Übernahme einvernehmlich beigelegt.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von CureVac umfasst in erster Linie Gesundheitsorganisationen und Regierungen, die Impfstoffe und Therapeutika benötigen. Einzelpersonen, die sich über die neuesten Entwicklungen in der mRNA-Technologie informieren möchten, sind ebenfalls wichtig. Zudem könnten Investoren, die an innovativen Biotechnologieunternehmen interessiert sind, potenzielle Nutzer sein. Diese Gruppen profitieren von CureVacs Forschung und Entwicklung, insbesondere im Kontext von Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten und therapeutischen Anwendungen für Krebs und seltene Erkrankungen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Die Kosten für Curevac Produkte variieren.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu CureVac

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Nein. Die Übernahme durch BioNTech wurde im Januar 2026 abgeschlossen, das Unternehmen wurde am 16. Januar 2026 von der NASDAQ delistet. Der Standort Tübingen bleibt als Teil des BioNTech-Konzerns bestehen.

Der ursprüngliche Kandidat CVnCoV erreichte in der Phase-3-Studie 2021 nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent und wurde nicht zur Zulassung gebracht. Folge-Programme zu COVID-19 und Influenza wurden im Juli 2024 an GSK übertragen.

Im Fokus standen vor der Übernahme solide Tumoren und hämatologische Krebsarten. Eine Kooperation mit dem M.D. Anderson Cancer Center adressiert gemeinsame Tumor-Antigene über mehrere Krebsarten hinweg. Die Programme werden unter BioNTech weitergeführt.

GSK hat seit Juli 2024 die weltweiten Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 und Influenza übernommen. Der Deal hat einen Wert von bis zu 1,45 Milliarden Euro zuzüglich Meilensteinzahlungen.

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