Cogvis
01 · Profil
Über Cogvis
Das Kernprodukt heißt cogvis companion: ein 3D-Infrarotsensor, der an der Zimmerdecke montiert wird und Körperhaltungen sowie Bewegungsabläufe per KI-Algorithmus analysiert. Die Bildverarbeitung erfolgt vollständig auf dem Gerät; es werden keine Kamera-Streams oder personenbezogenen Daten nach außen übertragen. Nach Angaben von cogvis sind damit sämtliche Datenschutzanforderungen auch in sensiblen Pflegeumgebungen erfüllbar – ein Vorteil gegenüber kamerabasierten Lösungen, die aus datenschutzrechtlichen Gründen in vielen europäischen Einrichtungen nicht zugelassen sind.
Wie funktioniert's
Der Sensor klassifiziert Bewegungsmuster kontinuierlich und schlägt bei erkannten Sturzereignissen oder risikobehaftetem Verhalten – etwa selbstständigem Aufstehen bei bekannter Sturzgefährdung – unmittelbar Alarm. Das Pflegepersonal erhält eine Benachrichtigung auf ein mobiles Gerät und kann rasch reagieren, ohne permanent physisch anwesend sein zu müssen. Laut cogvis haben Einrichtungen, die den companion einsetzen, die Sturzrate um bis zu 77 Prozent gesenkt und die Zahl der Krankenhauseinweisungen um über 60 Prozent reduziert (interne Auswertung, Stand 2025). Per Anfang 2026 sind nach Unternehmensangaben mehr als 10.000 Räume mit dem System ausgestattet; rund 15 Prozent aller österreichischen Pflegeheime nutzen die Technologie.
Wer steckt dahinter
cogvis wurde als Spin-off der TU Wien gegründet und bezeichnet sich als europäischen First-Mover im digitalen Pflegemonitoring. Im Zeitraum Mai 2025 bis Oktober 2027 läuft ein EU-Interreg-gefördertes Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,24 Millionen Euro (EU-Anteil: 0,5 Mio. Euro, Schweizer Mittel: 0,2 Mio. Euro) zur grenzüberschreitenden Ausweitung des Systems. Laut LISAvienna (Wirtschaftsagentur Wien) hat cogvis die technologische Entwicklung maßgeblich am Wiener Forschungsökosystem ausgerichtet. Technologiepartner sind Carechamp und Schrack Seconet.
Für wen ist es gedacht
Der cogvis companion richtet sich an Betreiber von Pflegeheimen, Rehabilitationskliniken und Krankenhäusern, die Sturzereignisse reduzieren und den Dokumentationsaufwand durch automatisiertes Monitoring senken wollen. Privatpersonen können das Produkt nach aktuellem Stand nicht direkt erwerben; der Vertrieb läuft über Distributionspartner. Für Entscheidungsträger in Einrichtungen bietet cogvis Pilotinstallationen und individuelle Beratung an.
Verfügbarkeit und Zulassung
Das System ist als Medizinprodukt eingestuft und muss den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) entsprechen. Die Sensor-2.0-Generation mit einfacherer Integration wurde 2025 eingeführt. Der Einsatz in professionellen Pflegesettings ist geografisch auf DACH und angrenzende europäische Märkte konzentriert.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von cogvisAI umfasst Pflegeeinrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, die sich um pflegebedürftige Menschen kümmern. Die Technologie richtet sich an Pflegepersonal, das durch die Nutzung der cogvisAI-Lösung in ihrer täglichen Arbeit unterstützt wird. Auch die Bewohner und Patienten dieser Einrichtungen profitieren von der erhöhten Sicherheit und der verbesserten Pflegequalität, die durch die Technologie ermöglicht wird.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Preise sind auf der Website nicht angegeben und werden auf Anfrage individuell vereinbart.
FAQ · 05 Fragen
Häufig gefragt zu Cogvis
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
Der cogvis companion arbeitet mit 3D-Infrarottechnologie ohne Kamera – keine Bildübertragung, keine Kamerastreams. Die Verarbeitung erfolgt vollständig lokal auf dem Gerät.
Laut interner Auswertung von cogvis haben teilnehmende Einrichtungen die Sturzrate um bis zu 77 Prozent und Krankenhauseinweisungen um über 60 Prozent gesenkt (Stand 2025).
Das System ist für stationäre Pflegeheime, Rehabilitationskliniken und Krankenhäuser konzipiert – nicht für den privaten Heimgebrauch.
Der cogvis companion ist als Medizinprodukt eingestuft und muss den Anforderungen der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) entsprechen. Spezifische Zulassungsdetails sollten beim Anbieter angefragt werden.
Die Preise hängen von Raumanzahl, Installationsaufwand und gewünschtem Funktionsumfang ab und werden individuell kalkuliert. Interessierte Einrichtungen können direkt über cogvis.ai Kontakt aufnehmen.
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