BuddyHelp
01 · Profil
Über BuddyHelp
Entstehung und Hintergrund
Die Plattform entstand während der COVID-19-Pandemie als Reaktion auf die massiv gestiegene psychische Belastung in der Bevölkerung. Laut Robert Koch-Institut (2022) waren psychische Folgen wie Angststörungen, Einsamkeit und depressive Verstimmungen in der Lockdown-Phase weit verbreitet. Das Gründungsteam von BuddyHelp entwickelte daraufhin ein niedrigschwelliges Angebot, das ohne bürokratischen Aufwand genutzt werden kann. Die Ehrenamtlichen erhalten laut Plattformangaben eine strukturierte Ausbildung als aktive Zuhörer durch ein psychologisches Hochschulinstitut. Das Training orientiert sich an international etablierten Methoden der Krisenintervention und aktiven Gesprächsführung. Da Anonymität ein Kernversprechen des Dienstes ist, sind keine persönlichen Daten für die Nutzung erforderlich.
Wie die Vermittlung funktioniert
Hilfe suchende Personen rufen buddyhelp.org auf und werden über einen direkten Chat-Button mit einem verfügbaren Freiwilligen verbunden. Der Dienst ist kostenlos und rund um die Uhr verfügbar, da Freiwillige aus verschiedenen Zeitzonen aktiv sind. BuddyHelp positioniert sich ausdrücklich als Ergänzung zu professioneller Therapie, nicht als Ersatz. Nutzerinnen und Nutzer in akuter Krise oder mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen werden auf professionelle Anlaufstellen und Krisentelefone hingewiesen. Die Telefonseelsorge Deutschland (0800 111 0 111) steht kostenlos und rund um die Uhr zur Verfügung.
Abgrenzung zur professionellen Versorgung
BuddyHelp vermittelt keine Therapeuten und bietet keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung an. Die Freiwilligen sind geschulte Laien, keine approbierten Psychologen oder Ärzte. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sind laut Organisationsangaben angehalten, bei Anzeichen schwerer psychischer Erkrankungen oder Suizidgedanken unverzüglich an Fachstellen weiterzuverweisen. Das Modell ist auf den internationalen Raum ausgerichtet; auf der Website sind Ressourcen für Deutschland, Österreich und die Schweiz verlinkt.
Im Vergleich zu Alternativen
Verglichen mit DiGA-Apps oder Online-Therapieangeboten wie HelloBetter ist BuddyHelp deutlich niedrigschwelliger: kein Rezept, kein Anmeldeaufwand, kein Eigenanteil. Gegenüber der staatlichen Telefonseelsorge bietet BuddyHelp Messaging-Kanäle, die besonders bei jüngeren Zielgruppen verbreiteter sind als Telefonanrufe. Angebote wie 7Mind oder Headspace bieten Achtsamkeitsübungen für chronischen Stress; BuddyHelp adressiert dagegen akute emotionale Belastungssituationen durch menschlichen Kontakt – ein Ansatz, der gerade bei Isolation und Einsamkeit nachgefragt wird. Die freiwillige Natur des Dienstes macht ihn zu einem der niedrigschwelligsten Unterstützungsangebote im deutschen Sprachraum.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Personen in emotionalen Belastungssituationen, die niedrigschwellige, anonyme und kostenlose Unterstützung durch geschulte Freiwillige suchen.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
BuddyHelp bietet die Möglichkeit, kostenlos mit freiwilligen Zuhörern zu chatten. Für professionelle, lizenzierte Beratung arbeitet BuddyHelp mit BetterHelp zusammen, das eine kostenpflichtige Online-Therapie anbietet. Es gibt eine begrenzte Aktion, bei der Nutzer zwei Wochen kostenlose Beratung im Wert von bis zu 160 US-Dollar erhalten können. Die genauen Kosten für die fortlaufende Nutzung von BetterHelp nach der kostenlosen Testphase sind nicht angegeben.
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu BuddyHelp
Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.
BuddyHelp ist über buddyhelp.org erreichbar. Von dort kann direkt per WhatsApp, Telegram oder Facebook Messenger ein Gespräch mit einem Freiwilligen gestartet werden – ohne Registrierung oder App-Download.
Ja, BuddyHelp ist vollständig kostenlos. Der Dienst wird von der Mind Well Foundation betrieben und ist spendenfinanziert. Nutzende zahlen keine Gebühren.
Die Ehrenamtlichen bei BuddyHelp sind geschulte Laien, keine Therapeuten oder Ärzte. Sie erhalten laut Plattformangaben ein Training in aktivem Zuhören durch ein psychologisches Hochschulinstitut und sind auf Krisenweiterleitung vorbereitet.
Nein. BuddyHelp ist ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot für emotionale Belastungssituationen, kein Ersatz für professionelle Psychotherapie. Bei schweren psychischen Erkrankungen empfiehlt BuddyHelp ausdrücklich, Fachleute aufzusuchen.
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