Biametrics
01 · Profil
Über Biametrics
Wie funktioniert's
Die patentierte Imaging-Reflectometry-Technologie von Biametrics nutzt optische Eigenschaften dünner Biopolymerschichten, um Bindungsereignisse zwischen Biomolekülen direkt zu messen. Das Hauptprodukt b-screen verarbeitet laut Unternehmensangaben Standard-Mikroarray-Formate und kann bis zu 10.000 biomolekulare Wechselwirkungen in einer einzigen Messung erfassen – ein Parallelisierungsgrad, der für die Hochdurchsatz-Biomarkerforschung und pharmazeutische Qualitätskontrolle konzipiert ist. Das kompaktere Gerät b-portable ist für die dezentrale Point-of-Care-Diagnostik ausgelegt: Es soll Messungen für frühe Krebs- und Infektionserkennung ohne vollständige Laborausstattung vor Ort ermöglichen.
Für wen ist es gedacht
Die Primärzielgruppe von Biametrics sind akademische und kommerzielle Forschungslabore in der Biomarker-Forschung sowie klinische Diagnostiklabore, die multiplexte Analysen standardisieren möchten. Das b-portable richtet sich perspektivisch auch an Krankenhäuser und diagnostische Zentren für patientennahe Sofortdiagnostik. Laut HTGF (High-Tech Gründerfonds), einem der frühen Investoren, ist die Technologie sowohl für die Human- als auch für die Veterinärdiagnostik konzipiert und erschließt damit zwei Märkte gleichzeitig.
Wer steckt dahinter
Biametrics wurde 2010 von Dr. Günther Pröll und Dr. Florian Pröll als Spinoff der Eberhard-Karls-Universität Tübingen gegründet. Im Jahr 2015 schloss das Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde über 3,1 Millionen Euro ab, an der sich laut BioRegio STERN der High-Tech Gründerfonds und weitere Investoren beteiligten. Die Universität Tübingen gilt als einer der produktivsten Standorte für Medizintechnik-Ausgründungen in Deutschland; bekannte Spinoffs aus demselben Ökosystem umfassen unter anderem CeGaT und Curetis im Genomik- und Diagnostikbereich. Biametrics arbeitet nach Angaben des Unternehmens intensiv an der weiteren Miniaturisierung und Kostenreduktion seiner Plattform, um den Schritt von der Laboranwendung in die breite klinische Routine zu ermöglichen.
Im Vergleich zu Alternativen
Im Segment der Label-freien Biosensor-Analyse konkurriert Biametrics mit etablierten Anbietern wie Biacore (Cytiva, SPR-Technologie) und Creoptix. Die Imaging-Reflectometry-Technologie von Biametrics verspricht gegenüber SPR-Systemen eine höhere Parallelisierung bei niedrigeren Systemkosten. Im Vergleich zu anderen deutschen Diagnostik-Unternehmen – etwa im DiGA-Bereich oder bei In-vitro-Diagnostik-Anbietern mit EU-MDR-Zulassung – ist Biametrics als früh positioniertes Unternehmen noch ohne breit zugelassenes klinisches Diagnostikprodukt, aber mit einer Technologieplattform, die sowohl Labor- als auch POC-Anwendungen adressiert.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe für Biametrics sind hauptsächlich Wissenschaftler und Forscher in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizin. Diese Nutzer sind an der Durchführung von Label-freien Interaktionsstudien interessiert und suchen nach präzisen, zuverlässigen und effizienten Technologien zur Analyse von Biomolekülen. Darüber hinaus könnten auch Unternehmen, die in der Entwicklung und Herstellung von Medikamenten tätig sind, von den Dienstleistungen von Biametrics profitieren.
FAQ · 04 Fragen
Häufig gefragt zu Biametrics
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Label-freie Methoden messen biomolekulare Wechselwirkungen direkt durch optische oder elektrische Signale, ohne dass Fluoreszenz-Marker oder radioaktive Substanzen an die Moleküle gebunden werden müssen. Das reduziert den Präparationsaufwand und eliminiert mögliche Artefakte durch die Markierung.
Das b-screen ist primär für Hochdurchsatz-Biomarkerforschung und pharmazeutische Qualitätskontrolle konzipiert. Es kann 10.000 biomolekulare Wechselwirkungen in einem einzigen Messvorgang erfassen und arbeitet mit Standard-Mikroarray-Formaten.
Das b-portable ist eine kompaktere Version für die Point-of-Care-Diagnostik außerhalb des zentralisierten Labors. Es eignet sich für frühe Krebs- und Infektionserkennung direkt beim Patienten und soll Diagnostik ohne vollständige Laborinfrastruktur ermöglichen.
Zu den frühen Investoren zählt der High-Tech Gründerfonds (HTGF). Im Jahr 2015 schloss das Unternehmen eine Series-A-Runde über 3,1 Millionen Euro mit mehreren Investoren ab.
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