Baze

Nicht der Arzt, sondern vier Tropfen Blut aus der Fingerkuppe sollen entscheiden, welche Nährstoffe fehlen und welche Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich Sinn ergeben. Hinter diesem Ansatz steht Baze, ein Schweizer Startup, das 2014 in Zürich gegründet wurde und personalisierte Supplements auf Basis von Heimbluttests anbietet. Wer das Angebot nutzt, sticht sich in die Fingerkuppe, entnimmt vier Tropfen Kapillarblut per mitgeliefertem Pflaster und schickt die getrocknete Probe an ein zertifiziertes Partnerlabor. Das Labor analysiert elf essenzielle Nährstoffe mittels Massenspektrometrie. Ein proprietärer Algorithmus übersetzt die Messwerte in ein individuelles Supplement-Abo, das monatlich geliefert und regelmäßig an neue Blutwerte angepasst wird.

01 · Profil

Über Baze

Wie der Baze-Bluttest funktioniert

Das Testverfahren basiert auf der sogenannten Dried-Blood-Spot-Methode, bei der Kapillarblut auf ein spezielles Trägerpflaster aufgetragen und getrocknet wird. Die Probe wird in einem vorfrankierten Umschlag ans Labor geschickt; die Auswertung dauert wenige Werktage. Danach erscheint ein personalisierter Nährstoff-Report im Online-Profil des Nutzers, zusammen mit einer konkreten Supplement-Empfehlung. Empfohlen wird ein vierteljährlicher Folgetest, um Supplementdosen laufend an veränderte Blutwerte anzupassen. Im Januar 2020 genehmigte die US-Arzneimittelaufsicht FDA den Heimblut-Entnahmeprozess von Baze; laut PR Newswire war Baze damit einer der ersten Anbieter mit einer solchen Zulassung für ein konsumentenorientiertes Ernährungsprodukt. Das Testkit war in den USA für rund 199 US-Dollar erhältlich; die monatlichen Supplements lagen je nach individuellem Bedarf bei 20 bis 40 US-Dollar. Im Jahr 2020 erweiterte Baze das Angebot um personalisierte Mahlzeitenpläne, die auf denselben Blutanalyse-Ergebnissen basieren.

Wer steckt hinter Baze

Baze wurde 2014 von Philipp W. Schulte, einem ehemaligen Deloitte-Manager, und Isam Haddad, Doktor der Bioinformatik, in Zürich gegründet. Das Unternehmen firmierte als Sanalytica AG mit Sitz in Zürich. Das analytische Kernverfahren entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) unter Förderung von InnoSuisse, dem Schweizerischen Innovationsförderer. Im August 2019 schloss Baze eine Series-A-Finanzierungsrunde über 6 Millionen US-Dollar ab; laut TechCrunch führte der US-Supplementhersteller Nature's Way die Runde an. Im Februar 2021 übernahm Nature's Way die Sanalytica AG vollständig; laut Crunchbase blieb der Kaufpreis dabei ungenannt. Seitdem ist Baze als Marke in den Mutterkonzern integriert. Der Schwerpunkt des Angebots lag und liegt auf dem US-amerikanischen Markt; ein eigenständiger Markteintritt in Europa wurde nach der Übernahme nicht weiter vorangetrieben. Interessenten in Deutschland können das Angebot über die internationale Baze-Website prüfen; die Verfügbarkeit einzelner Produkte und Tests kann je nach Region abweichen.

Die Ergebnisse werden individuell interpretiert und fließen in konkrete Handlungsempfehlungen zu Ernährung, Supplementierung und Lebensstil ein, die sich wissenschaftlich aus dem jeweiligen Biomarkerprofil ableiten.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Baze sind Privatpersonen, die ihre Ernährung gezielt verbessern möchten. Dazu gehören Menschen, die an Nährstoffmängeln leiden oder präventiv ihre Gesundheit durch eine optimierte Nährstoffzufuhr unterstützen wollen.

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Der Bluttest von Baze kostet 199 USD. Dieser Preis beinhaltet die Blutentnahme zu Hause, die Laboranalyse und die darauf basierenden Ernährungsempfehlungen.

FAQ · 05 Fragen

Häufig gefragt zu Baze

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Vier Tropfen Kapillarblut werden per Dried-Blood-Spot-Methode auf ein Trägerpflaster aufgetragen und an ein zertifiziertes Partnerlabor geschickt. Das Labor analysiert elf essenzielle Nährstoffe mittels Massenspektrometrie; das Ergebnis erscheint wenige Werktage später im persönlichen Online-Profil.

Baze analysiert elf essenzielle Nährstoffe im Blut, darunter Vitamine und Mineralstoffe. Die genaue Liste der gemessenen Parameter ist auf der Baze-Website einsehbar. Auf Basis der Messwerte empfiehlt ein Algorithmus ein individualisiertes Supplement-Abo.

Baze wurde 2014 von Philipp W. Schulte und Isam Haddad in Zürich gegründet und firmierte als Sanalytica AG. Im Februar 2021 übernahm der US-Supplementhersteller Nature's Way das Unternehmen vollständig, laut Crunchbase zu einem nicht genannten Kaufpreis.

Baze empfiehlt einen vierteljährlichen Folgetest, um die Supplementdosen laufend an veränderte Blutwerte anzupassen. Nach jeder Analyse aktualisiert der Algorithmus die Supplement-Empfehlung entsprechend dem neuen Nährstoffprofil.

Der Schwerpunkt von Baze liegt seit der Übernahme durch Nature's Way im Jahr 2021 auf dem US-amerikanischen Markt. Ein eigenständiger Markteintritt in Europa wurde nicht weiter vorangetrieben. Die Verfügbarkeit für Nutzer in Deutschland kann über die internationale Baze-Website geprüft werden.

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