Bayer G4A

Konzernbasierte Acceleratoren für Digital-Health-Startups gibt es weltweit mehr als ein Dutzend. Die 2013 in Berlin gestartete Initiative der Bayer AG zählt nach Investmentzahl zu den aktivsten Programmen in Europa. Anders als reine Venture-Fonds setzt das Programm auf eine Kombination aus Eigenkapital, operativem Coaching und Zugang zum Bayer-Netzwerk in über 80 Ländern.

01 · Profil

Über Bayer G4A

Wie funktioniert's

Das Programm bietet zwei parallel laufende Tracks. Der Growth Track richtet sich an Frühphasen-Startups zwischen Seed- und Series-A-Reife. Ausgewählte Teams erhalten eine Förderung von rund 100.000 Euro, dazu Coaching durch Bayer-Führungskräfte und Mentoring entlang von Themen wie Marktzugang, regulatorische Hürden und klinische Validierung. Der Advance Track adressiert reifere Unternehmen mit einem etablierten Produkt; dort werden strategische Kooperationen oder kommerzielle Pilotprojekte ausgehandelt, meist ohne klassische Eigenkapitalbeteiligung.

Wer steckt dahinter

Hinter dem Programm steht die Bayer AG mit Sitz in Leverkusen, operativ betreut wird G4A durch ein Team am Bayer Co.Lab in Berlin. Seit dem Programmstart 2013 wurden laut Crunchbase 47 Investments getätigt; die jüngsten Beteiligungen umfassen Rewire Rehab und Relate (beide 2024). Über die gesamte Programmlaufzeit hat Bayer G4A nach eigenen Angaben mehr als 150 Digital-Health-Unternehmen unterstützt und über 30 direkte Kooperationen in mehr als 13 Ländern angestoßen.

Für wen ist es gedacht

Der inhaltliche Fokus liegt 2026 auf vier Themenfeldern: Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, Onkologie, Frauengesundheit sowie Pharmacovigilance. Damit reflektiert die Auswahl die strategischen Schwerpunkte der Bayer-Pharma-Sparte. Bewerbungen sind ganzjährig über die Programmwebsite möglich; pro Track werden zwei bis fünf Teams pro Jahr angenommen. Geografisch gibt es jenseits des Berliner Hauptsitzes regionale Cohorts unter anderem in den USA, Türkei, Indien und Japan.

Im Vergleich zu Alternativen

Vergleichbare europäische Programme von Pharma- und Med-Tech-Konzernen sind Sanofi Innovation Accelerator, Boehringer Ingelheim BI X und Roche Roivant. Bayer G4A ist eines der ältesten dieser Programme und das einzige mit einem dedizierten Berliner Hauptsitz. Im Unterschied zu klassischen Health-VCs wie YZR Capital, Speedinvest Health oder LSP investiert das Programm typischerweise kleinere Tickets, dafür mit deutlich engerer operativer Anbindung an einen einzelnen strategischen Investor.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Bayer G4A richtet sich an Digital-Health-Startups und -Unternehmen, die eine Partnerschaft mit einem Pharmaunternehmen anstreben und Zugang zu Kapital, Mentoring und dem Bayer-Netzwerk suchen. Das Programm ist kein Endverbraucherangebot; Zielgruppen sind Gründer, Investoren und Unternehmen im Healthcare-Bereich.

04 · Auf einen Blick

Wichtige Fakten

  • Träger: Bayer AG – Digital-Health-Programm "Bayer G4A" (ehemals Grants4Apps, seit 2013)
  • Sitz: Berlin, Deutschland
  • Growth Track: €100.000 Förderung + Bayer-Mentoring für Frühphasen-Startups
  • Advance Track: Kommerzielle Partnerschaften für etablierte Digital-Health-Unternehmen
  • Reichweite: 150+ unterstützte Unternehmen, 30+ Kooperationen, 13+ Länder (laut g4a.health)
  • 2024: Investments in Rewire Rehab + Relate; US-Expansion; Google-Cloud-Kooperation (KI-Radiologie)

05 · Was es kostet

Kosten & Preise

Förderungen kosten in der Regel nichts.

FAQ · 04 Fragen

Häufig gefragt zu Bayer G4A

Kurze Antworten aus unserer Recherche. Wenn etwas fehlt oder unklar ist: Schreib uns direkt.

Frühphasen-Startups im Growth Track erhalten rund 100.000 Euro Förderung sowie Coaching durch Bayer-Führungskräfte. Hinzu kommt Zugang zu den globalen Bayer-Netzwerken in Marktzugang, klinischer Forschung und Regulatorik.

Der Growth Track adressiert Startups in der Seed- bis Series-A-Phase und beinhaltet eine Eigenkapitalbeteiligung. Der Advance Track richtet sich an reifere Unternehmen mit Marktreife; statt einer Beteiligung werden kommerzielle Partnerschaften oder Pilotprojekte mit Bayer-Geschäftseinheiten strukturiert.

Der Fokus liegt 2026 auf vier Themen: Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, Onkologie, Frauengesundheit sowie Pharmacovigilance. Diese Felder spiegeln die strategischen Prioritäten der Bayer-Pharmasparte wider.

Laut Crunchbase wurden bislang 47 Investments durchgeführt. Über die gesamte Programmlaufzeit seit 2013 hat das Programm nach eigenen Angaben mehr als 150 Digital-Health-Unternehmen unterstützt und über 30 direkte Kooperationen in über 13 Ländern realisiert.

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