Ammely
01 · Profil
Über Ammely
Wie die Vermittlung funktioniert
Nutzerinnen geben ihre Postleitzahl, den errechneten Geburtstermin sowie gewünschte Betreuungsleistungen ein — zum Beispiel Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung oder Stillberatung. Ammely matcht diese Angaben automatisch mit verfügbaren Hebammen in der Region und versendet gleichzeitig bis zu fünf Anfragen. Da nur Hebammen kontaktiert werden, die die gewünschten Leistungen auch tatsächlich anbieten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen und passenden Rückmeldung deutlich gegenüber einzelnen Anfragen. Das System soll die typische Verzögerung bei der Hebammensuche — ausgelöst durch manuelle Einzelanfragen und lange Reaktionszeiten — strukturell verkürzen.
Hebammenmangel in Deutschland: Kontext
Der Hebammenmangel ist ein strukturelles Problem in der deutschen Geburtshilfe. Laut einer Umfrage des Deutschen Hebammenverbands (DHV, 2023) gaben mehr als 40 Prozent der Schwangeren an, Schwierigkeiten bei der Hebammensuche gehabt zu haben. Insbesondere in städtischen Ballungsgebieten und ländlichen Regionen ist die Versorgungslage angespannt. Gesetzlich Versicherte haben zwar einen Anspruch auf Hebammenbegleitung, der jedoch durch den Fachkräftemangel faktisch eingeschränkt wird. Laut BARMER Arztreport 2023 hat sich die Zahl niedergelassener freiberuflicher Hebammen in den letzten Jahren kaum erhöht, während die Geburtenrate schwankt und der Betreuungsaufwand je Geburt gestiegen ist.
Wettbewerb und Einordnung
Im deutschen Markt existieren weitere Anlaufstellen für die Hebammensuche: das Hebammenverzeichnis des DHV, regionale Hebammenlisten der Krankenkassen sowie lokale Netzwerke. Ammely ergänzt dieses Portfolio als eigenständiger digitaler Kanal und richtet sich gezielt an Frauen, die eine schnelle, geführte Anfrage einer eigenständigen Recherche vorziehen. Der Service eignet sich besonders für Erstgebärende, die mit dem Hebammensystem noch wenig vertraut sind und Struktur bei der Suche schätzen. Schwangeren wird empfohlen, die Hebammensuche so früh wie möglich — idealerweise im ersten Trimenon — zu starten, da die Nachfrage nach erfahrenen freiberuflichen Hebammen die verfügbaren Kapazitäten in vielen Regionen übersteigt. Ammely kann dabei als strukturierter Einstiegspunkt dienen, schließt aber eine direkte Nachfrage über lokale Netzwerke oder Empfehlungen nicht aus. Für Schwangere mit besonderen Betreuungsbedarfen — etwa nach Fehlgeburt, bei Risikoschwangerschaften oder mit dem Wunsch nach belegärztlicher Betreuung — ist eine ergänzende Beratung durch die Krankenkasse oder den behandelnden Gynäkologen empfohlen, da Ammely ausschließlich die Hebammenvermittlung übernimmt und keine medizinische Beratung ersetzt.
02 · Wer profitiert
Zielgruppe
Die Zielgruppe von Ammely umfasst Schwangere und junge Mütter, die auf der Suche nach Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett sind. Zudem richtet sich die Plattform an Hebammen, die ihre Dienstleistungen anbieten und neue Kunden gewinnen möchten. Ammely ist besonders nützlich für Frauen und Familien, die keine direkten Empfehlungen haben oder nicht gut vernetzt sind, um eine Hebamme zu finden.
05 · Was es kostet
Kosten & Preise
Ammely bietet seine Dienstleistungen kostenlos für Betreuungssuchende an. Die Plattform erhebt keine Gebühren für die Nutzung der Such- und Vermittlungsdienste. Hebammen können sich ebenfalls kostenlos auf der Plattform registrieren und ein Profil anlegen, um ihre Dienstleistungen anzubieten.
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