Active Giving

Fitnesstracking und soziales Engagement schließen sich nicht aus – das ist die Grundidee hinter einer Berliner App, die sportliche Aktivität mit realen Auswirkungen für Mensch und Umwelt verknüpft. Active Giving wandelt Kalorien, Schritte und Kilometer in Baumpflanzaktionen und Förderprojekte um, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer dafür selbst zahlen müssen. Das Konzept kombiniert die in der Verhaltensforschung bekannte Wirkung sozialer Motivation mit greifbaren ökologischen Ergebnissen.

01 · Profil

Über Active Giving

Wie das Geschäftsmodell funktioniert

Das Modell basiert auf einer Dreiecksbeziehung: Unternehmen buchen Werbeflächen und Produktplatzierungen in der App. Mit den daraus generierten Einnahmen finanziert Active Giving nach Angaben des Unternehmens Aufforstungsprojekte über Partner wie Trees for the Future und Eden Reforestation Projects. Nutzerinnen und Nutzer erfassen ihre sportlichen Aktivitäten über GPS-Tracking oder manuell in der App, verbinden optional ihren Strava-Account zur automatischen Synchronisation und sehen in Echtzeit, welchen konkreten Beitrag ihr Training erzeugt hat. Die App ist laut Google Play und Apple App Store sowohl auf Android als auch iOS verfügbar und kostenlos nutzbar.

Zielgruppe und Anwendungsbereiche

Active Giving richtet sich an Sportlerinnen und Sportler, die ihrem Training eine zusätzliche motivationale Ebene geben möchten, sowie an Nutzerinnen und Nutzer, die Nachhaltigkeit und soziales Engagement im Alltag verankern wollen. Laut Business Insider war die App insbesondere in der Community von Hobbyläufern und -radfahrern sowie bei Firmen beliebt, die ihre Mitarbeitenden über Wellness-Programme aktivieren wollen. Für Unternehmen bietet Active Giving Team-Challenges für virtuelle Events und Corporate-Wellness-Programme an, was die Reichweite deutlich über Einzelnutzer hinaus erweitert.

Transparenz und kritische Einordnung

Die kostenlose Nutzung ohne direkten finanziellen Aufwand für Endnutzer ist eine klare Stärke. Kritisch zu sehen ist, dass Werbeinhalte von Partnerunternehmen in der App präsent sind, da dies das Geschäftsmodell trägt. Als Social Enterprise – kein gemeinnütziger Verein – unterliegt Active Giving GmbH den üblichen kommerziellen Rahmenbedingungen, was für manche Nutzende hinsichtlich Transparenz der tatsächlichen Spendenflüsse relevant ist. Das Berliner Unternehmen wurde laut Crunchbase von Laurent Petit, Till Harnos und Brittany Salas gegründet.

Wer steckt dahinter

Active Giving positioniert sich als Social Enterprise – ein Unternehmensmodell, das kommerzielle Strategien mit einem gesellschaftlichen oder ökologischen Zweck verbindet. Das Unternehmen ist laut Startup-Atlas Berlin ansässig und wurde als GmbH gegründet. Damit unterliegt Active Giving den üblichen Transparenzpflichten eines deutschen Unternehmens, was Nutzerinnen und Nutzern eine grundlegende Verlässlichkeit in der Partnerauswahl und Spendenabwicklung signalisiert. Active Giving zeigt, dass digitale Plattformen soziale und ökologische Wirkung mit persönlichem Fitness-Tracking verknüpfen können – ein Ansatz, der insbesondere für Arbeitgeber interessant ist, die Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung gemeinsam im Corporate-Wellness-Bereich fördern wollen.

02 · Wer profitiert

Zielgruppe

Die Zielgruppe von Active Giving sind aktive Menschen, die ihre Fitnessroutine mit einem positiven Beitrag zur Umwelt und Gesellschaft verbinden möchten. Dies umfasst Fitnessbegeisterte, Läufer, Radfahrer und generell Personen, die regelmäßig Sport treiben und gleichzeitig etwas Gutes tun wollen.

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