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Von Redaktion

Gesundheitsvorsorge 2026: Diese Untersuchungen zahlt Ihre Krankenkasse

Vollständiger Überblick: Check-up, Darmkrebs, Hautkrebs, Mammographie, Prostata, Impfungen – und NEU ab April 2026: Lungenkrebs-Screening für Raucher.

Krebs früh erkennen, Herzinfarkt verhindern, Diabetes aufdecken – das kostenlose Vorsorgeangebot der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland ist umfangreicher als vielen bewusst ist. Und ab April 2026 kommt etwas Entscheidendes neu hinzu: die Früherkennung von Lungenkrebs bei starken Rauchern. Ein vollständiger Überblick über alle wichtigen Früherkennungsuntersuchungen und wer davon profitiert.

Der Gesundheits-Check-up ab 18 und 35 Jahren

Alle gesetzlich Versicherten haben ab 18 Jahren einmaligen Anspruch auf einen allgemeinen Gesundheits-Check-up. Ab 35 Jahren wird er alle drei Jahre angeboten. Der Check umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung, Blut- und Urinuntersuchung (Cholesterin, Blutzucker, Nierenwerte), Blutdruckmessung sowie Hautkrebs-Screening.

Krebsfrüherkennungsprogramme im Überblick

Darmkrebsvorsorge: Ab 50 Jahren alle zwei Jahre Stuhltest (iFOBT). Ab 55 Jahren zwei Koloskopien im Abstand von zehn Jahren. Die Darmspiegelung erkennt frühe Krebsstadien und entfernt Vorstufen (Polypen) direkt.

Hautkrebsvorsorge: Ab 35 Jahren alle zwei Jahre. Bei auffälligem Befund folgt eine Dermatoskopie.

Brustkrebs: Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre Mammographie. Für jüngere Frauen: Tastuntersuchung und Gespräch über familiäres Risiko.

Gebärmutterhalskrebs: Frauen ab 20 Jahren jährlicher Abstrich (Pap-Test). Ab 35 Jahren alle drei Jahre Ko-Test (Pap + HPV).

Prostatakrebs: Männer ab 45 Jahren jährliche Tastuntersuchung und PSA-Gespräch.

NEU ab April 2026: Lungenkrebs-Screening für starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren (15+ Packungsjahre). Jährliche Niedrigdosis-CT. Kassenleistung.

Herzkreislauf-Prävention

Der Check-up-35 enthält bereits Herz-Kreislauf-Risiko-Screening. Versicherte mit erhöhtem Risiko haben Anspruch auf strukturierte Behandlung im Disease-Management-Programm (DMP KHK). Herz-Echokardiographien und Belastungs-EKG sind auf Überweisung Kassenleistung, wenn medizinisch begründet.

Impfungen als Teil der Vorsorge

Neben Früherkennungsuntersuchungen gehören Schutzimpfungen zur Grundversorgung. STIKO empfiehlt für Erwachsene: jährliche Grippeimpfung (ab 60 und Risikogruppen), COVID-19-Auffrischung nach Risikoprofil, Pneumokokken (ab 60), RSV-Impfung (ab 75 und Risikogruppen ab 60, seit 2024 empfohlen). Alle empfohlenen Impfungen sind Kassenleistung. Den Impfausweis beim Hausarzt überprüfen lassen – fehlende Impfungen können nachgeholt werden.

Warum nehmen so wenige teil?

Trotz kostenloser Angebote ist die Teilnahmequote niedrig: Nur 30–35 Prozent der Anspruchsberechtigten nutzen die Darmkrebsvorsorge, nur 52 Prozent der Frauen nehmen am Mammographie-Screening teil. Hauptgründe: Zeitmangel, Angst vor dem Befund und das klassische "Es wird schon nichts sein".

Dabei ist der Nutzen eindeutig: Früh erkannter Darmkrebs im Stadium I hat eine Fünfjahresüberlebensrate von über 90 Prozent – spät erkannt im Stadium IV sind es weniger als 15 Prozent.

Präventionsleistungen: Was noch dazugehört

Kassen zahlen auch Präventionsmaßnahmen nach § 20 SGB V: Bewegungskurse, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung, Stressmanagement. Viele erstatten 80–100 Prozent bei zertifizierten Anbietern.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Überweisung für den Gesundheits-Check?
Nein. Einfach Termin beim Hausarzt machen und angeben, dass Sie Vorsorge möchten.

Haben Privatversicherte auch Ansprüche?
Ja, je nach Tarif ähnliche oder umfangreichere Leistungen. Tarif bei PKV erfragen.

Vorsorge-Spezialisten und Hausärzte auf bestes.com/services.

Wie Sie Ihre Vorsorge-Termine organisieren

Viele Menschen wissen nicht, welche Untersuchungen sie wann haben sollten. Ein praktischer Ansatz: Beim nächsten Check-up-Termin beim Hausarzt eine "Vorsorge-Übersicht" anfragen. Viele Praxen haben Checklisten, die nach Alter und Geschlecht aufzeigen, welche Untersuchungen noch ausstehen.

Wer seine ePA nutzt, kann alle vergangenen Vorsorgeuntersuchungen dort einsehen und mit Erinnerungsfunktionen für die nächste Koloskopie oder Mammographie versehen. Krankenkassen-Apps bieten ebenfalls automatische Vorsorge-Erinnerungen an – TK, DAK und Barmer haben diese Funktion seit 2024 integriert.

Krebsfrüherkennung für Männer: Unterschätzte Angebote

Während Frauen beim Gynäkologen regelmäßig auf Vorsorge angesprochen werden, gehen Männer deutlich seltener zur Krebsfrüherkennung. Dabei sind die Angebote umfangreich: Ab 45 Jahren jährliche Tastuntersuchung auf Prostatakrebs und Untersuchung des äußeren Genitalbereichs. Ab 50 Jahren Darmkrebsvorsorge inklusive Stuhltest und Koloskopie-Option.

Laut Krebsregister Deutschland sterben jährlich rund 24.000 Männer an Prostatakrebs. Die Früherkennung ist zwar nicht ohne Kontroverse (PSA-Wert-Diskussion), der direkte Arzt-Patient-Dialog darüber ist aber ausdrücklich Teil des Vorsorge-Programms.

Impfschutz bei Erwachsenen: Lücken sind häufiger als gedacht

Eine repräsentative Studie des RKI von 2025 zeigt: Fast 40 Prozent der Erwachsenen zwischen 40 und 60 Jahren haben keinen ausreichenden Tetanus-Impfschutz. Masern-Impflücken existieren besonders bei Geburtsjahrgängen 1970–1987, die vor Einführung der zweiten Impfdosis geimpft wurden.

Beim nächsten Hausarzttermin: Impfpass mitbringen und überprüfen lassen. Fehlende Impfungen können sofort nachgeholt werden und sind Kassenleistung. Besonders empfohlen für alle Erwachsenen: Tdap-Auffrischung alle zehn Jahre (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten).

Vorsorge bei Risikogruppen

Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben erweiterte Ansprüche: Menschen mit familiärer Krebsbelastung, Diabetiker, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit erhöhtem Herzrisiko erhalten zusätzliche Untersuchungen im Rahmen von Disease-Management-Programmen (DMP). Hausärzte können direkt einschreiben.

Prävention ist die effektivste Medizin. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, erhöht die Chancen, Erkrankungen früh zu erkennen – in einem Stadium, in dem die Behandlung einfacher, günstiger und erfolgreicher ist. Der zeitliche Aufwand ist gering: Ein Check-up dauert weniger als eine Stunde. Die meisten Krebsfrüherkennungs-untersuchungen sind schmerzfrei und schnell. Wer wissen möchte, welche Untersuchungen für das eigene Alter und Geschlecht aktuell empfohlen werden, spricht am besten beim nächsten Hausarzttermin an oder nutzt die Vorsorge-Checkliste auf bestes.com/services.

Präventionsleistungen wie Raucherentwöhnung und Ernährungsberatung sind ebenfalls Kassenleistung nach § 20 SGB V. Zertifizierte Kursanbieter finden Sie über Ihre Krankenkasse oder auf bestes.com/services. Regelmäßige Vorsorge spart langfristig Kosten – und schützt Ihre Gesundheit.

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