DiGA Mental Health Studie
Von Redaktion

Gesundheits-Apps 2026: Was DiGAs leisten und wer die Kosten trägt

Über 50 DiGAs auf Kassenkosten: Vivira, Kalmeda, HelloBetter und Co. Reform 2026: Was sich änderte und wie Sie eine DiGA bekommen. Qualitäts-Tipps für alle Apps.

Gesundheits-Apps gibt es Tausende im App Store. Doch welche helfen wirklich – und welche sind aufwendig gestaltete Wellness-Versprechen ohne wissenschaftliche Grundlage? Deutschland hat seit 2020 ein einzigartiges System: Das BfArM-DiGA-Verzeichnis listet alle Apps, die klinisch geprüft, als Medizinprodukt zugelassen und auf Kassenkosten verschreibbar sind [1]. ## Was macht eine App zur DiGA? Eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nach § 33a SGB V muss: als zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse I oder IIa zugelassen sein, eine klinische Studie mit nachgewiesenem Nutzen vorgelegt haben, DSGVO-konform entwickelt sein, und im BfArM-Verzeichnis gelistet sein. Wer eine DiGA verschrieben bekommt, erhält einen Code, den er in der App einlöst. Kosten: null für den Patienten [1]. ## Die bekanntesten DiGAs 2026 Das Verzeichnis umfasst über 50 zugelassene Apps: **Vivira** (Rückenschmerz): Physiotherapeutisch basiertes Übungsprogramm. Über 200.000 Verschreibungen seit 2020. **Kalmeda** (Tinnitus): Kognitive Verhaltenstherapie bei chronischem Tinnitus. Reduktion des Tinnitus-Belastet-Scores nachgewiesen. **Zanadio** (Adipositas): Multimodales Programm mit Ernährung, Bewegung, psychologischer Begleitung. Erste DiGA speziell für Übergewicht. **HelloBetter Stress und Burnout:** Online-Psychotherapie für arbeitsbezogenen Stress, evidenzbasiert aus der KVT. **Novego** (Depression): Ergänzende App-Therapie bei leichter bis mittelschwerer Depression – kein Ersatz, sondern Begleitung [1]. ## DiGA-Reform 2026: Was sich geändert hat Seit Februar 2026 gilt die neue DiGA-Verordnung: Mindestens 20 Prozent der Erstattung leistungsabhängig. Hersteller müssen ab Oktober 2026 Nutzungsdaten melden. Interoperabilität mit ePA wird verpflichtend. Nur Apps, die wirklich genutzt werden und wirken, bleiben dauerhaft erstattet [1]. ## Qualitätskriterien für Nicht-DiGA-Apps Wer eine nicht-erstattungsfähige App kaufen möchte, sollte fragen: Gibt es klinische Studien zur Wirksamkeit? Wer hat die App entwickelt? Wird Datenschutz nach DSGVO eingehalten? Hat die App Zertifizierungen (TÜV, DIN)? Empfehlenswert bei nachgewiesener Wirksamkeit: Ada (Symptom-Check), Headspace oder 7Mind (Achtsamkeit), Clue (Zyklustracking). Vorsicht bei Apps ohne klares Geschäftsmodell – die finanzieren sich oft über Datenweitergabe [2]. ## Was DiGAs nicht können DiGAs sind kein Arzt-Ersatz. Sie ergänzen die Behandlung. Wer eine Depression-DiGA nutzt, benötigt weiterhin einen Therapeuten für Krisen. Bei Red Flags (Lähmungen, Taubheitsgefühle) sofort zum Arzt. Auch technische Grenzen: DiGAs sind für deutschsprachige Nutzer mit Smartphone. Ältere Nutzer ohne digitale Affinität stoßen an Hürden [2]. ## DiGA-Verschreibung: So läuft das Beim Arzt oder Psychotherapeuten ansprechen. Der Arzt trägt DiGA-Name und PZN auf dem Rezept ein. Die Kasse schickt den Aktivierungscode. Alternativ direkt bei der Kasse beantragen – Entscheidung binnen drei Wochen. Vollständige Liste unter diga.bfarm.de. ## Häufige Fragen **Wie bekomme ich eine DiGA verschrieben?** Beim Arzt oder Therapeuten ansprechen. Bei Ablehnung Widerspruch möglich. **Gibt es DiGAs für Kinder?** Erste Zulassungen für Kinder und Jugendliche (z.B. Sehschwäche-Training). Das Verzeichnis wächst dynamisch. Alle DiGAs und Gesundheitsservices auf bestes.com/services entdecken. ## Was Bestes.com beim App-Vergleich leistet Die Qual der Wahl: Im deutschen App Store gibt es über 70.000 Gesundheits-Apps. Bestes.com hilft mit einem strukturierten Vergleich auf Basis von Wirksamkeitsnachweisen, Datenschutzbewertung und Nutzererfahrungen. Für jede gelistete App gibt es eine strukturierte Bewertung: DiGA-Status, Zulassung, Datenspeicherort, klinische Belege und Vergleich mit Alternativen. Bestes.com/services. ## Apps für spezifische Erkrankungen: Ein erweiterter Überblick Neben den bekanntesten DiGAs gibt es weitere empfehlenswerte Apps: **M-sense Migräne** (DiGA): Tagebuchbasierte App für Migräne-Management. Erkennt Triggerfaktoren und unterstützt bei der Kommunikation mit dem Neurologen. **Selfapy** (DiGA): Online-Psychotherapie für Depression und Angststörungen. Acht Module auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie. **Cara Care** (DiGA): Für Patienten mit Reizdarmsyndrom. Ernährungstagebuch und individualisierte Trigger-Analyse, klinisch validiert. **Mika** (DiGA): Für Krebspatienten. Begleitung durch Diagnostik und Therapie, Nebenwirkungsprotokoll, psychosoziale Unterstützung. ## Datenschutz als Qualitätsmerkmal Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten persönlichen Daten überhaupt. DiGAs unterliegen nach § 33a SGB V besonderen Datenschutzanforderungen: Verarbeitung ausschließlich in der EU, keine Weitergabe an Dritte zu Werbezwecken, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Standard. Diese Anforderungen überprüft das BfArM im Zulassungsprozess [1]. Für Nicht-DiGA-Apps empfiehlt die Verbraucherzentrale: Datenschutzerklärung lesen (Serverstandort, Datenweitergabe, Werbezwecke), keine kostenlosen Apps nutzen, die mit Gesundheitsdaten handeln könnten, und im Zweifel auf DSGVO-Konformität und BSI-Zertifizierung achten. ## Künstliche Intelligenz in Gesundheits-Apps: Ausblick 2026/2027 Mehrere Unternehmen entwickeln derzeit KI-gestützte Apps, die Diagnose-Unterstützung mit personalisierten Therapieempfehlungen kombinieren. Erste klinische Studien mit großen Sprachmodellen in der psychiatrischen Erstversorgung laufen in Deutschland. Regulatorisch ist das ein Hochrisikobereich nach EU AI Act – was bedeutet: diese Apps werden nur zugelassen, wenn sie strenge Transparenz- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Das ist eine Hürde, aber auch eine Qualitätsgarantie für die Apps, die es durch den Prozess schaffen. Die Welt der Gesundheits-Apps entwickelt sich rasant. Was heute noch keine DiGA ist, kann morgen zugelassen sein. Wer aktuell auf der Suche nach einer passenden App für seine Erkrankung ist, findet auf diga.bfarm.de die stets aktualisierte Übersicht aller zugelassenen DiGAs – nach Indikation filterbar. Auf bestes.com/services gibt es zusätzlich redaktionell geprüfte Empfehlungen und Nutzererfahrungen zu den bekanntesten Anwendungen. Qualität vor Quantität: Eine gute App, die Sie täglich nutzen, ist besser als zehn, die nach einer Woche in der Schublade verschwinden. Gute Gesundheits-Apps sind transparent über ihre Datenpraktiken, basieren auf klinischer Evidenz und unterstützen – nicht ersetzen – die ärztliche Behandlung. Wer unsicher ist, welche App für seine Situation passt, fragt am besten den Hausarzt oder sucht auf bestes.com/services nach geprüften Empfehlungen. --- **Quellen:** [1] BfArM. "DiGA-Verzeichnis." 2026. https://diga.bfarm.de/de [2] KBV. "Digitale Gesundheitsanwendungen." 2026. https://www.kbv.de/html/diga.php

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