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Von Redaktion

Endometriose: Im Schnitt 10 Jahre bis zur Diagnose – neue Früherkennungsansätze

Endometriose betrifft schätzungsweise 1,5 bis 2 Millionen Frauen in Deutschland – und bleibt im Schnitt fast 10 Jahre undiagnostiziert. Die Erkrankung, bei der gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst, verursacht chronische Schmerzen, Erschöpfung und in 30–50 Prozent der Fälle Unfruchtbarkeit. Die Ursachen der Diagnoseverzögerung sind strukturell: Schmerzen werden normalisiert („das ist eben die Periode"), betroffene Frauen werden zu selten an Spezialisten überwiesen, und der Goldstandard-Nachweis per Laparoskopie schreckt Patientinnen und Ärzte ab. Eine KfG-Erhebung zeigt: Frauen konsultieren vor der Diagnose durchschnittlich 7 verschiedene Ärzte. Hoffnung macht ein Bluttest: Forscher der Universität Erlangen identifizierten 2024 eine Kombination aus Biomarkern (CA-125, HMGB1, mehrere Mikro-RNAs), die Endometriose mit einer Sensitivität von 87 Prozent und Spezifität von 91 Prozent erkennt – ohne Operation. Ein validierter diagnostischer Test befindet sich in der klinischen Prüfung. Die Bundesregierung hat 2025 einen Nationalen Aktionsplan Endometriose gestartet: 20 Millionen Euro für Forschung, Aufklärungskampagnen für Schülerinnen und verpflichtende Fortbildungen für Gynäkologen. Die EU-Initiative EndoEU vernetzt 100 Referenzzentren für standardisierte Diagnostik und Therapie. Finde Gynäkologie-Spezialisten und Frauengesundheitsangebote auf bestes.com. Quelle: Endometriose-Vereinigung Deutschland, Bundesgesundheitsministerium Aktionsplan, Uni Erlangen Biomarker-Studie 2024

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