Vorsorge Studie
Von Redaktion

Darmkrebs: Stuhltest schützt genauso wie Darmspiegelung

Stuhltest und Darmspiegelung gleich wirksam – neue Studie im NEJM.

Stuhltest und Darmspiegelung sind bei konsequenter Teilnahme ähnlich wirksam in der Darmkrebsvorsorge. Das zeigt eine Modellstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Für Millionen Menschen in Deutschland, die die Darmspiegelung scheuen, ist das eine relevante Nachricht.[1] ## Was die Studie verglichen hat Das DKFZ-Team um Dmitry Sergeev, Thomas Heisser, Michael Hoffmeister und Hermann Brenner verglich in einer Modellsimulation drei Strategien: regelmäßige Koloskopie, regelmäßige immunologische Stuhltests (iFOBT) und keine Vorsorgeuntersuchung. Grundlage waren reale Daten zu Vorsorgeteilnahme, Erkennungsraten und Sterblichkeit in Deutschland. Das Ergebnis: Bei konsequenter Teilnahme können beide aktiven Methoden bis zu 75 Prozent der Darmkrebsfälle und mehr als 80 Prozent der Todesfälle verhindern.[1] Ein entscheidender Punkt ist das Wort „konsequent": Der iFOBT-Stuhltest muss regelmäßig – in Deutschland jährlich – wiederholt werden. Die Darmspiegelung reicht in der Regel alle zehn Jahre, wenn der Befund unauffällig ist. Ein positiver Stuhltest erfordert immer eine anschließende Koloskopie zur Abklärung. Wer bei einem der Tests aufhört, verliert den Vorteil der Methode.[2] ## Warum das wichtig ist In Deutschland erkranken jährlich rund 60.000 Menschen neu an Darmkrebs, rund 25.000 sterben daran. Dabei ist Darmkrebs bei früher Erkennung gut behandelbar: Im Frühstadium liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate über 90 Prozent. Das Problem ist die Vorsorgeteilnahme – sie bleibt mit unter 25 Prozent der Anspruchsberechtigten niedrig. Ein wichtiger Grund: viele Menschen scheuen die Darmspiegelung, die eine Vorbereitung und Sedierung erfordert.[2] Die Studie gibt Patienten und Ärzten ein wichtiges Signal: Wer die Darmspiegelung ablehnt, muss nicht auf Früherkennung verzichten. Der immunologische Stuhltest ist eine valide Alternative – vorausgesetzt, er wird jährlich durchgeführt. Die Kassenleistung umfasst den iFOBT ab dem 50. Lebensjahr, die Darmspiegelung wird ab 50 für Männer und ab 55 für Frauen erstattet. 💡 **Tipp:** Gesundheits-Vorsorge-Termine im Blick behalten – die Bestes App erinnert an fällige Check-ups und hilft bei der Vorbereitung. [Vorsorge-Planer in der Bestes App →](https://www.bestes.com/#vorsorge) **Quellen:** [1] Sergeev D, Heisser T, Hoffmeister M, Brenner H. „Koloskopie versus Test auf Blut im Stuhl versus keine Vorsorgeuntersuchung – Vergleichende Analyse der Langzeiteffekte." Deutsches Ärzteblatt, 2025. DOI: [10.3238/arztebl.m2025.0208](https://doi.org/10.3238/arztebl.m2025.0208) [2] DKFZ Pressemitteilung. „Hauptsache, man tut es! Stuhltest und Darmspiegelung ähnlich wirksam in der Darmkrebsvorsorge." Deutsches Krebsforschungszentrum, Februar 2026. [dkfz.de](https://www.dkfz.de/en/news/press-releases/detail/the-key-is-to-take-action-stool-testing-and-colonoscopy-show-comparable-effectiveness-in-colorectal-cancer-screening)

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