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Von Redaktion

Angststörungen 2026: Häufigste psychische Erkrankung – warum manche Menschen ständig in Alarmbereitschaft sind

Angststörungen sind die häufigste psychische Erkrankung in Deutschland – und doch bleibt die Behandlungsrate niedrig. Was die AWMF-Leitlinie empfiehlt und was Betroffene selbst tun können.

Angststörungen sind die häufigste psychische Erkrankung überhaupt. In Deutschland leiden rund 8 Millionen Menschen darunter (10% der Bevölkerung im Leben), Frauen doppelt so häufig wie Männer. ## Formen von Angststörungen 1. **Panikstörung**: Plötzliche intensive Angstattacken – Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Todesangst. Dauer meist 5–20 Min. 2. **Generalisierte Angststörung (GAD)**: Ständige, schwer kontrollierbare Besorgnis über allgtägliche Dinge an ≥18 Tagen/Jahr. Schlafstörungen, Muskelspannung, Konzentrationsprobleme. 3. **Spezifische Phobien**: Zahnbehandlung, Höhe, Hunde (häufigste Phobien). 4. **Soziale Phobie**: Angst vor sozialen Situationen, oft mit Depression komorbid. ## Biologie der Angst Amygdala hyperaktiv, Präfrontaler Kortex unterfunktioniert. HPA-Achse dysreguliert: Cortisol-Stressprogramm [läuft](/services/lauft) ständig. Genetik: 30–40% heritabel. ## Therapie – evidenzbasiert **Kognitive Verhaltenstherapie (KVT):** Goldstandard, Effektivität 60–80%. Expositionstherapie + kognitive Umstrukturierung. **Medikamentöse Therapie:** SSRIs (erste Wahl): Sertralin, Paroxetin, Citalopram. Latenz 2–4 Wochen. Benzodiazepine: NICHT zur Langzeitbehandlung (Suchtrisiko). Kombination KVT + SSRI: synergetisch, besser als isoliert. Finde Psychotherapeuten und Psychiater auf bestes.com/services. --- **Quellen:** S3-Leitlinie "Angststörungen" AWMF 2024, DSM-5, Deutsches Ärzteblatt

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