Telemedizin im Supermarkt: Kaufland testet digitale Arztpraxis
Wer Anfang 2026 beim Kaufland in ausgewählten Filialen einkaufen geht, kann dort nicht nur Lebensmittel kaufen – sondern auch den Arzt sprechen. Der Lebensmittelhändler testet Telemedizin-Kabinen im Supermarkt: Kunden werden mit Basisvitaldaten gemessen und sprechen per Video mit einem Arzt. In Deutschland ist das eine Premiere [1].
## Das Problem: Deutschland fehlen Hausärzte
Über 5.000 Hausarztsitze sind bundesweit unbesetzt. In ländlichen Regionen müssen Patienten teils 40 Kilometer zum nächsten Hausarzt fahren. Fast die Hälfte der niedergelassenen Ärzte ist über 55 Jahre alt [1].
## Wie die Kaufland-Kabinen funktionieren
Eine Kabine von zwei Quadratmetern steht im Markt. Der Nutzer misst selbst Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung. Per Video schaltet sich ein Arzt zu. Einfache Anliegen – Erkältungssymptome, Folgerezepte, Krankschreibungen – können direkt abgewickelt werden.
## Was Telemedizin kann – und was nicht
Gut geeignet: unkomplizierte Atemwegsinfekte, Hautausschläge, Folgerezepte, Krankschreibungen.
Nicht geeignet: Untersuchungen mit körperlichem Befund, akute Notfälle, Brustschmerzen.
## Internationaler Vergleich
In Schweden werden über 40 Prozent der hausärztlichen Erstkontakte digital abgewickelt. Telemedizin kann den Hausarztmangel nicht lösen, aber Kapazitäten freimachen [2].
Nutzer sollten darauf achten, dass Video-Ärzte in Deutschland approbiert sind. Hausärzte und Telemedizin-Anbieter auf bestes.com/services.
## Häufige Fragen
**Welche Telemedizin-Apps gibt es?** TeleClinic, Zava, Doktor.de – alle DSGVO-konform. **Gibt es eine Zuzahlung?** Hängt von der Kasse ab.
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**Quellen:**
[1] CIO.de. "Telemedizin im Supermarkt." 2026. https://www.cio.de/article/4089918
[2] Arzt-Wirtschaft. "Digital Health Report 2026."
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