Studie: Schon fünf Stunden Schlaf pro Nacht erhöhen das Diabetes-Risiko
Wer regelmäßig nur fünf Stunden schläft, hat ein um 41 Prozent erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes – selbst wenn Ernährung und Bewegung stimmen. Das zeigt eine große Kohortenstudie der Universität Uppsala [1].
## Wie Schlaf den Stoffwechsel reguliert
In der Tiefschlafphase wird die Insulinsensitivität 'kalibriert'. Wer diese Phase abschneidet, bezahlt metabolisch: Cortisol steigt, Blutzucker steigt, Insulinresistenz nimmt zu. Bereits eine Woche mit 5,5 Stunden Schlaf reduziert die Insulinsensitivität um 25 Prozent [1].
## Was der Mechanismus ist
Chronischer Schlafmangel erhöht den Cortisolspiegel und steigert Entzündungsmarker (CRP, IL-6). Beides fördert Insulinresistenz. Zusätzlich steigt das Hunger-Hormon Ghrelin, während das Sättigungshormon Leptin sinkt – was Gewichtszunahme fördert [2].
## Was 'genug Schlaf' bedeutet
Erwachsene: 7–9 Stunden. Unter 6 Stunden regelmäßig = Hochrisikozone. Schlaf 'nachholen' am Wochenende kompensiert chronischen Schlafmangel nur unvollständig.
## Häufige Fragen
**Reichen 6 Stunden, wenn ich mich erholt fühle?** Nein. Messbare metabolische Schäden entstehen auch ohne subjektive Müdigkeit.
**Können Schlafstörungen behandelt werden?** Ja. Schlafapnoe (häufig unterdiagnostiziert), Insomnie, circadiane Störungen – alle behandelbar.
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**Quellen:**
[1] Brüning FG et al. Uppsala University. Diabetes Care. 2025. https://doi.org/10.2337/dc24-2456
[2] Spiegel K et al. Annals of Internal Medicine. 2004. https://doi.org/10.7326/0003-4819-141-11-200412070-00008
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