endokrinologie.net

Schilddrüsenerkrankungen: Jeder Dritte betroffen – Früherkennung schützt vor Folgeschäden

March 29, 2026

Die Schilddrüse ist das am häufigsten erkrankte Hormonorgan in Deutschland. Studien zeigen: Rund 30 Millionen Menschen hierzulande haben mindestens eine Schilddrüsenveränderung, darunter Knoten, Zysten, eine vergrößerte Schilddrüse (Struma) oder Funktionsstörungen. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Die häufigsten Erkrankungen und ihre Auswirkungen: Eine Unterfunktion (Hypothyreose) betrifft ca. 4–5 Prozent der Bevölkerung und äußert sich in Müdigkeit, Gewichtszunahme, Depressivität und Kälteintoleranz – Symptome, die leicht fehldiagnostiziert werden. Eine Überfunktion (Hyperthyreose) zeigt sich durch Herzrasen, Gewichtsverlust, Nervosität und Schlafstörungen und erhöht das Vorhofflimmern-Risiko deutlich. Autoimmunerkrankungen spielen eine zentrale Rolle: Die Hashimoto-Thyreoiditis (Hypothyreose durch Autoimmunprozess) ist mit ca. 5–6 Prozent Prävalenz eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen überhaupt. Der Morbus Basedow verursacht die meisten Hyperthyreosen. Beide Erkrankungen sind durch einfache Bluttests (TSH, fT3, fT4, TPO-Antikörper) gut zu diagnostizieren. Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE): TSH-Screening bei Neugeborenen (bereits Pflicht), bei Schwangeren im ersten Trimester, bei Frauen über 60 Jahren und bei unspezifischen Symptomen. Ultraschall ist die erste bildgebende Methode der Wahl – kostengünstig und ohne Strahlenbelastung. Finde Endokrinologen, Schilddrüsenspezialisten und Labordiagnostik auf bestes.com. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie, Papillon-Studie (Schilddrüsen-Prävalenz DE), BGS Gesundheitssurvey
Quelle lesen →

Verwandte Unternehmen

Unternehmensliste wird hier als Collection List eingefügt