Nierensteine: Prävention, Diagnostik und moderne Behandlungsoptionen
Nierensteine (Urolithiasis) betreffen in Deutschland rund 5 Millionen Menschen, und die Inzidenz steigt stetig. Rund 10–15 Prozent aller Deutschen werden im Laufe ihres Lebens mindestens eine Nierenkolik erleben – einen der heftigsten Schmerzen der Medizin.
Entstehung: Nierensteine bilden sich wenn Mineralien im Urin übersättigen und auskristallisieren. Die häufigsten Steintypen: Kalziumoxalat-Steine (80%), Harnssäuresteine (5–10%), Infektsteine (Struvit). Risikofaktoren: zu wenig Trinken, Übergewicht, Gicht, entzündliche Darmerkrankungen.
Prävention: 2,5–3 Liter Urin täglich produzieren. Zitrat-haltige Getränke (Zitronenwasser) hemmen Kristallisation. Bei Kalziumsteinen: kalziumreiche Ernährung, oxalatarme Kost.
Therapie: Steine ≤5 mm gehen zu 90 Prozent spontan ab. Größere Steine: ESWL, ureterorenoskopische Steinentfernung (URS) oder perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL). Rezidivrate ohne Metaphylaxe: 50 Prozent in 10 Jahren.
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Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU), EAU Leitlinien Urolithiasis, Robert Koch Institut Gesundheitssurvey
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