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Makuladegeneration 2026: Feuchte AMD behandelbar – trockene Form wartet noch auf Europa-Zulassung

March 30, 2026

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Sehverlust im Alter über 65 Jahre in westlichen Ländern. In Deutschland sind rund 4,5 Millionen Menschen betroffen. Trotz moderner Therapien verlieren viele Patienten unnötig ihr Sehvermögen – weil die Diagnose zu spät kommt. Was ist die Makula? Die Makula ist das Zentrum der Netzhaut (ca. 5mm Durchmesser) und verantwortlich für das scharfe Sehen, Farberkennung und Lesen. AMD zerstört die Photorezeptoren in diesem Bereich. Frühsymptom: Verzerrtes Sehen (Metamorphopsie) – geraden Linien erscheinen verbogen. Selbsttest: Amsler-Gitter (kostenlos online). Zwei Formen: • Trockene AMD (80%): Drusen und RPE-Atrophie, langsam progredient, keine Heilung – aber Pflege mit AREDS2-Formel (Vitamine C, E, Zink, Lutein, Zeaxanthin) verlangsamt die Progression um 25%. • Feuchte AMD (20%, schlimmer): Pathologische Gefäßneubildung (CNV), schneller Sehverlust – aber gut behandelbar. Behandlung feuchte AMD: Anti-VEGF-Injektionen ins Auge (Ranibizumab, Aflibercept, Brolucizumab, Faricimab). Faricimab (Vabysmo, 2022) ermöglicht längere Injektionsintervalle (bis zu 16 Wochen). Real-world-Daten: 95% der Patienten stabilisieren Sehvermögen, 30–40% verbessern sich messbar. Kritisch: Therapie muss zeitnah beginnen (innerhalb von Tagen-Wochen). Gen-Therapie: Sozinuparvovec (Luxturna, 2022 EU-Zugelassen) für RPE65-Mutationen. Phase-3-Studien für trockene AMD mit Gen-Supplementation laufen 2024–2025. Risikofaktoren: Rauchen (3× erhöhtes Risiko), UV-Licht, Ernährung (wenig Lutein), Genetik. Prävention: Sonnenschutz (Brille), Nicht-Rauchen, mediterrane Kost, AREDS2 ab früher AMD. Finde Augenärzte, Netzhaut-Spezialisten und Sehzentren auf bestes.com. Quelle: Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), AREDS2 Studie, ESO Guidelines 2023
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