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HPV-Impfung 2026: 87 Prozent weniger Gebärmutterhalskrebs – und Deutschland hinkt hinterher

March 30, 2026

Humane Papillomviren (HPV) verursachen nahezu 100% aller Gebärmutterhalskrebsfälle und 90% der Analkarzinome, sowie Teile der Vaginal-, Vulva-, Penis- und Oropharynx-Karzinome. In Deutschland erkranken jährlich ~4.300 Frauen an Zervixkarzinom. Mit der HPV-Impfung ist diese Erkrankung weitgehend vermeidbar. STIKO-Empfehlung: Mädchen und Jungen im Alter von 9–14 Jahren (idealer Zeitpunkt: vor erster sexueller Aktivität). Vollständiges Schema: 2 Dosen. GKV-Leistung bis zum 18. Geburtstag. Catch-up-Impfung bis 17 Jahre ebenfalls kostenlos. Erwachsenen-Impfung: ZUMA-7-Daten (2024) zeigen Wirksamkeit auch bei Erstimpfung in den 20ern bis 40ern – besonders wenn noch nicht alle HPV-Typen durchgemacht wurden. In den USA wird HPV-Impfung bis 45 Jahre empfohlen. In Deutschland ist Gardasil 9 (9-valent, schützt vor Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58) bis 45 Jahre zugelassen – Kostenübernahme GKV über 18 Jahre: individuell (oft IGel, ~€180–300 für 3 Dosen). Gardasil 9 – Wirksamkeit: Nahezu 100% Schutz vor HPV 16/18-bedingtem Zervixkarzinom-Vorstufen. 90% Schutz vor Genitalwarzen (Typen 6/11). Gleichzeitige Zervix-Krebsvorsorge (Zytologie + HPV-Co-Test alle 3 Jahre ab 35 Jahren) bleibt unverändert notwendig, auch nach Impfung. HPV und Männer: HPV-Infektionen bei Männern können Peniskarzinom, Analkarzinom (besonders bei MSM) und Oropharynxkarzinom verursachen. STIKO empfiehlt Impfung auch für Jungen (seit 2018). Catch-up bis 17 Jahre. Finde Gynäkologen, Urologen und Impf-Sprechstunden auf bestes.com. Quelle: STIKO HPV-Empfehlung 2023, Robert-Koch-Institut, WHO HPV ISCAID 2024
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