Smartwatch erkennt Vorhofflimmern viermal häufiger als Standardversorgung
Smartwatches könnten Millionen unentdeckter Vorhofflimmern-Fälle aufspüren. Aktuelle Studien, darunter die Apple Heart Study mit über 400.000 Teilnehmern, zeigen: KI-gestützte Photopletysmographie-Algorithmen (PPG) erkennen Vorhofflimmern mit einer Sensitivität von bis zu 97 Prozent und einer Spezifität von 98,5 Prozent.
In Deutschland sind rund 1,8 Millionen Menschen von Vorhofflimmern betroffen – eine Herzrhythmusstörung, die das Schlaganfallrisiko verfünffacht. Das Tückische: Sie verläuft oft ohne spürbare Symptome. Die European Heart Rhythm Association (EHRA) empfiehlt seit 2023 das opportunistische Screening mit validierten Wearables als sinnvolle Ergänzung zur hausärztlichen Vorsorge.
Die FDA hat bislang über 20 EKG-Apps für Smartwatches zugelassen, die EU-MDR-Zertifizierungen folgen nach. In Deutschland hat der GBA das Screening-Potenzial anerkannt: Mehrere Krankenkassen erstatten inzwischen zertifizierte Wearables im Rahmen von Präventionsprogrammen – etwa bei Risikopatienten über 65 Jahren.
Wichtig: Smartwatch-EKG ist kein Ersatz für ein 12-Kanal-EKG beim Arzt. Bei auffälligen Messungen ist immer eine ärztliche Abklärung notwendig. Studien zeigen allerdings, dass regelmäßiges Wearable-Screening die Zeit bis zur Diagnose um durchschnittlich 3,6 Jahre verkürzt und Schlaganfälle verhindert.
Vergleiche Herzgesundheits-Apps und Wearable-Dienste auf bestes.com.
Quelle: Apple Heart Study (Stanford Medicine), EHRA Position Paper 2023, ESC Guidelines Atrial Fibrillation
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