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Frühjahrsmüdigkeit ist ein Mythos – Studie findet keine wissenschaftlichen Belege

March 19, 2026

Fast jeder Deutsche kennt das Phänomen: Im Frühjahr fühlen sich viele schlapp, müde und antriebslos. Die sogenannte "Frühjahrsmüdigkeit" gilt hierzulande als volkstümlich anerkanntes Leiden – doch eine neue Studie zeigt: Wissenschaftliche Belege für dieses Phänomen gibt es nicht [1]. Forscher der Universität Basel und des Inselspitals Bern kommen zu dem Schluss, dass Frühjahrsmüdigkeit ein kultureller Mythos ist. ## Was die Studie untersuchte Die Studie wurde im Journal of Sleep Research veröffentlicht. 418 Erwachsene wurden ab April 2024 über ein volles Jahr alle sechs Wochen befragt – zu Schlafqualität, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und allgemeinem Wohlbefinden [1]. Das Ergebnis war eindeutig: Im Frühjahr gab es weder mehr Müdigkeit noch schlechtere Schlafqualität als zu anderen Jahreszeiten. Interessanterweise glaubte trotzdem fast die Hälfte der Teilnehmenden subjektiv, von Frühjahrsmüdigkeit betroffen zu sein [1]. ## Der Nocebo-Effekt: Erwartung erzeugt Wahrnehmung Die Forscher sehen den Nocebo-Effekt als Hauptursache: Wenn man eine negative Erfahrung erwartet, nimmt man sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auch wahr. "Der Begriff Frühjahrsmüdigkeit ist so fest in der deutschen Sprache verankert, dass er Menschen geradezu dazu einlädt, im Frühjahr auf Müdigkeit zu achten", so die Studienautoren [2]. Im englischsprachigen Raum kennt man kein Äquivalent. Dort spricht man vom "spring fever" – einem Frühlingsgefühl mit erhöhter Energie. ## Was wirklich hinter Frühjahrs-Müdigkeit stecken kann Mögliche Ursachen für anhaltende Müdigkeit: Schlafmangel, Eisenmangel (besonders bei Frauen), Vitamin-D-Mangel nach dem Winter, Schilddrüsenunterfunktion, saisonale Allergien oder Depressionen [2]. Wer sich im Frühjahr dauerhaft erschöpft fühlt, sollte ärztlich klären lassen. ## Häufige Fragen **Gibt es Frühjahrsmüdigkeit also wirklich nicht?** Nicht als eigenständiges medizinisches Phänomen. Müdigkeit im Frühjahr hat andere Ursachen als die Jahreszeit. **Ab wann zum Arzt wegen Müdigkeit?** Wenn Erschöpfung länger als zwei bis vier Wochen anhält. Hausärzte auf bestes.com/services. --- **Quellen:** [1] Universität Basel / Inselspital Bern. Journal of Sleep Research. März 2026. https://www.scinexx.de/news/medizin/fruehjahrsmuedigkeit-nur-ein-mythos/ [2] Pharmazeutische Zeitung. März 2026. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/fruehjahrsmuedigkeit-ist-ein-mythos-163427/ ## Was wirklich gegen Müdigkeit hilft Viele der im Frühjahr beworbenen Vitaminpräparate und "Entschlackungskuren" haben keine nachgewiesene Wirkung auf Müdigkeit. Was hingegen wissenschaftlich belegt ist: Regelmäßige Bewegung steigert die Energie. Bereits 30 Minuten moderates Gehen dreimal pro Woche verbessern nachweislich Stimmung, Schlafqualität und Energieniveau. Eisenmangel ist die häufigste Mangelerkrankung in Deutschland – ein einfacher Bluttest klärt das in Minuten [1]. Wenn die Erschöpfung nach dem Winter besonders stark ist, kann ein Vitamin-D-Mangel eine Rolle spielen. Bei nachgewiesenem Mangel ist eine Supplementierung sinnvoll. Hausärzte auf bestes.com/services. ## Schlaf priorisieren – das Fundament für Jahresenergie Der größte Energieverlust im Frühjahr korreliert mit dem Beginn der Sommerzeit: Das Uhrenumstellen kostet Menschen im Schnitt 40–50 Minuten Schlaf pro Nacht in der ersten Woche, mit messbaren Auswirkungen auf Herzinfarktrate und Unfallhäufigkeit. Das ist echter biologischer Stress – nicht Frühjahrsmüdigkeit. Wer im April müde ist, sollte zuerst seinen Schlaf optimieren: feste Schlafzeiten, dunkles Schlafzimmer, Bildschirmverzicht 60 Minuten vor dem Schlafengehen. Schlafmediziner auf bestes.com/services.
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