Europa forscht erstmals gemeinsam gegen schwere Depression – Start PEARLDIVER
Das europäische Forschungskonsortium PEARLDIVER hat seine Arbeit aufgenommen. Ziel: Eine transnationale Plattform für Real-World-Daten zu schwerer Depression und Angststörungen, um Versorgungslücken zu schließen [1].
## Was PEARLDIVER misst
Die Plattform aggregiert Daten aus nationalen Gesundheitsregistern und Patientenakten aus über einem Dutzend europäischer Länder. Real-World-Daten schließen Bevölkerungsgruppen ein, die in klinischen Studien oft fehlen: ältere Menschen, Schwangere, Multimorbide.
## Warum Europa, warum jetzt?
Depressionsforschung war jahrzehntelang fragmentiert. Unterschiedliche Diagnose-Codes, Behandlungsstandards und Datenschutzgesetze machten Ländervergleiche nahezu unmöglich. PEARLDIVER harmonisiert erstmals diese Datenbasis europäisch [2].
## Datenschutz nach DSGVO
Daten werden dezentral analysiert ('Federated Learning') – Rohdaten verlassen nie das jeweilige Land. Nur Ergebnisse fließen zusammen. Das Modell gilt als Goldstandard für DSGVO-konforme multi-nationale Forschung.
## Häufige Fragen
**Wann kommen die ersten Ergebnisse?** Frühestens 2027/28.
**Kann ich teilnehmen?** Direkt nicht. Aber wer als Patient in Registern erfasst ist, leistet indirekt einen Beitrag.
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**Quellen:**
[1] CORDIS EU. PEARLDIVER Project. https://cordis.europa.eu/project/id/101057017
[2] European Brain Research Area (EBRA). https://www.theebra.eu/
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