Wer in Deutschland zum Facharzt möchte, braucht meistens eine Überweisung vom Hausarzt – ein kleiner Zettel, den Patienten sorgfältig aufbewahren und beim nächsten Termin vorlegen müssen. Damit soll in gut drei Jahren Schluss sein. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Anfang April 2026 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Überweisung grundlegend digitalisiert – und nebenbei die Art, wie Patienten Arzttermine buchen, neu ordnet [1].

Was der Gesetzentwurf konkret vorsieht

Das geplante "Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen" legt fest, dass Vertragsrärzte ab dem 1. September 2029 verpflichtet sind, elektronische Überweisungen auszustellen – vorausgesetzt, die technische Infrastruktur steht dann bereit [1].

Patienten können selbst entscheiden, ob die Überweisungsdaten auf Papier oder digital an sie weitergegeben werden. Wer nicht widerspricht, findet die Überweisung automatisch in der elektronischen Patientenakte (ePA) – allerdings nur vorübergehend: Nach 100 Tagen werden die Daten automatisch gelöscht [1].

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Quellen:
[1] Deutsches Ärzteblatt. April 2026.