Digital Health Report 2026: Was die Deutschen wirklich über Gesundheits-Apps denken

Der jährlich erhobene Digital Health Report der Techniker Krankenkasse (TK) gibt einen der umfangreichsten Einblicke in die Nutzung digitaler Gesundheitsangebote in Deutschland. Die Ausgabe 2026, veröffentlicht im März, zeigt: Die Nutzung steigt – aber Vertrauen und Nutzungsintensität klaffen noch weit auseinander.

Kernzahlen aus dem Report 2026

68 Prozent der Deutschen haben mindestens eine Gesundheits-App auf ihrem Smartphone installiert (2023: 59 Prozent). 41 Prozent nutzen eine solche App mindestens einmal pro Woche (2023: 34 Prozent). 22 Prozent nutzen eine App täglich für gesundheitsbezogene Zwecke [1].

Gleichzeitig: Nur 31 Prozent würden ihrer Krankenkasse Gesundheitsdaten aus einer App zur Verfügung stellen – selbst wenn sie dafür Boni bekommen könnten. Die Bereitschaft ist gestiegen (2023: 24 Prozent), aber noch weit von einer breiten Akzeptanz entfernt [1].

Was genutzt wird: Fitness an erster Stelle

Die meistgenutzten Kategorien:

Fitness und Bewegung (62 Prozent der App-Nutzer), Schlaf-Tracking (38 Prozent), Ernährung und Kalorientracking (35 Prozent), Symptomchecker und Gesundheitsberatung (28 Prozent), Chronische Erkrankungen / Medikamenten-Management (19 Prozent) [1].

Apps zur psychischen Gesundheit haben stark zugelegt: 21 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten 12 Monaten eine Meditations- oder Stressbewältigungs-App genutzt zu haben (2023: 14 Prozent).

Vertrauen: Das größte Hindernis

Auf die Frage, was sie von einer intensiveren Nutzung digitaler Gesundheitsangebote abhält, antworteten 54 Prozent: Bedenken beim Datenschutz. 41 Prozent gaben an, nicht zu wissen, welchen Apps man trauen kann. 38 Prozent sagten, sie seien mit dem Angebot überfordert [1].

Diese Zahlen erklären, warum Apps mit klarer Markenidentität und transparentem Datenschutzkonzept im Vorteil sind.

Elektronische Patientenakte: Bekannt, aber noch kaum genutzt

Die ePA ist seit 2025 für alle GKV-Versicherten verfügbar. Der Report zeigt: 71 Prozent wissen, dass sie eine ePA haben. Aber nur 18 Prozent haben aktiv Dokumente eingesehen oder hochgeladen [1].

Als Hemmnis nennen Nutzer vor allem: Unklarheit über Zugang (39 Prozent), technische Komplexität (28 Prozent) und fehlendes Vertrauen in die Sicherheit (33 Prozent).

Was das für Gesundheits-Apps bedeutet

Die Daten zeigen einen klaren Trend: Die Deutschen werden digitaler in Sachen Gesundheit, aber nicht schnell genug, um das Potenzial voll auszuschöpfen. Wer Apps entwickelt oder anbietet, steht vor der Herausforderung, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig echten Nutzen zu liefern – in einer überfüllten Kategorie.

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Quellen
[1] Techniker Krankenkasse. Digital Health Report 2026. März 2026. https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/digitale-gesundheit/digital-health-report-2026