Darmkrebs trifft immer mehr Jüngere – Experten fordern Screening ab 45
Darmkrebs gilt lange als Erkrankung der über 60-Jährigen. Doch die Zahlen zeigen einen beunruhigenden Trend: Bei unter 50-Jährigen steigen die Erkrankungsraten. Beim Deutschen Krebskongress 2026 forderten Experten das Screening-Alter von 50 auf 45 zu senken [1].
## Das bestehende Programm
Seit 2002: Kostenlose Koloskopie ab 50. Bilanz: Krebshäufigkeit bei über 50-Jährigen -30%, Sterblichkeit -46%. Das Programm zählt zu den wirksamsten Krebsvorsorge-Maßnahmen weltweit [2].
## Der Trend bei Jüngeren
Der Anstieg bei unter 50-Jährigen ist ein globales Phänomen – beobachtet in DE, USA, Australien, GB. Diskutierte Ursachen: westliche Ernährung (viel rotes Fleisch, wenig Ballastsloffe), Bewegungsmangel, verändertes Darmmikrobiom durch Antibiotika.
## Was das IQWiG prüft
IQWiG analysiert aktuell Kosteneffektivität von Screening ab 45. USA haben diesen Schritt bereits vollzogen.
## Häufige Fragen
**Gibt es Alternativen zur Darmspiegelung?** FIT-Stuhltest alle 2 Jahre. Bei positivem Befund folgt Koloskopie.
**Welche Symptome ernst nehmen?** Blut im Stuhl, Gewichtsabnahme, anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten.
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**Quellen:**
[1] Journal Onkologie DKK 2026. https://www.journalonko.de/entitaetsuebergreifend/gemischte-bilanz-der-krebsfrueherkennung-deutschland
[2] DKFZ Krebsinformationsdienst. https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/nutzung-der-darmkrebsfrueherkennung-in-deutschland-bleibt-weit-hinter-den-moeglichkeiten-zurueck
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